Beschreibung
Vs. Das Bildfeld in sehr flachem Relief wird von einem Kreissegment geteilt: Im oberen Feld schreitet eine säende Frau, die das Saatgut in einer großen Tasche mit sich führt, kräftig aus, dahinter die Silhouette von Köln. Am Rand des Bogens das Datum 20. 7. 2000. Im unteren Feld ein Katheder, darauf ein Manuskript. Bogenförmige Inschrift: KÖLNER GYMNASIAL- UND STIFTUNGSFONDS 200 JAHRE.
Rs. Dem Medaillenrund ist ein quadratisches Bildfeld mit dem Bildnis eines älteren, an einem Tische sitzenden Mannes mit hoher Stirn und leichter Brille eingepasst. In seinen Händen hält er ein Buch, auf dem Tisch liegt eine Zeichnung mit dem Signet des Kölner Gymnasial- und Stiftungsfonds. Umschrift: JÜRGEN. BAUR DOCT. JUR. NUM. AET. SUAE. LXV. Im Bildfeld die ligierten Initialen des Medailleurs HKB.
Seit dem Mittelalter wurden in Köln Stiftungen zur Förderung der studierenden Jugend errichtet. Mit dem Ende der Reichsstadt Köln, der Durchführung der Säkularisation und der Einsetzung der französischen Regierung nach 1794 wurde eine Neuordnung der Stiftungen notwendig, was im Jahre 1800 zur Gründung des Kölner Gymnasial- und Stiftungsfonds führte. Heute verwaltet der Fonds das Schulvermögen aus der Zeit vor der französischen Revolution und außerdem Stifterbildnisse, eine Sammlung von Zeichnungen und Kupferstichen aus dem früheren Besitz der Jesuiten und eine Bibliothek.
Die Medaille stiftete Dr. Jürgen Baur, heutiger Vorsitzender des Verwaltungsrates des Fonds, der im Jubiläumsjahr seinen 65. Geburtstag feiern konnte. Das Kölner Stadtmuseum zeigte zum Jubiläum des Fonds die Ausstellung „Bildung stiften“. Auf seiner Medaille präsentiert Jürgen Baur den Ausstellungskatalog, dessen Umschlag ein Detail eines Kölner Stifterbildnisses wiedergibt.