Beschreibung
Vs. Christus, dessen Kopf ein Strahlenkranz umgibt, steht betend, nur mit einem Tuch bekleidet, bis zu den Knien im Jordan. Am Ufer kniet Johannes der Täufer in härenem Gewand, das seinen Oberkörper frei lässt, und tauft ihn, indem er mit seiner linken Hand Wasser aus einer Schale über seinen Kopf gießt. Seine rechte weist auf ein an einen Baum gelehntes aufgeschlagenes Buch. Neben Johannes liegt sein Kreuzstab. Auf dem anderen Ufer knien zwei Engel, der eine anbetend, der andere das Gewand Christi haltend. Über Christus schwebt in einem Strahlenkranz die Taube des Heiligen Geistes und darüber in Wolken ein strahlendes Oval als Zeichen des geöffneten Himmels. Umschrift, abgesetzt durch einen schmalen Perlreif: NON SUA, SED NOSTRA HIC EXPURGAT CRIMINA CHRISTUS. (Nicht seine, sondern unsere Sünden reinigt hier Christus). Am unteren Rand die Initialen S D. Rs. In einer lichten, gewölbten Kirche steht einige Stufen erhöht auf einem mit Platten belegten Fußboden ein prächtig verzierter Taufstein. Um den Stein herum stehen ein Priester, die Eltern des Täuflings und ein Taufpate. Der Priester hält den Täufling über das Becken und tauft ihn. Zu Seiten des Geistlichen steht ein Lesepult mit aufgeschlagenem Buch. Über der Szene öffnet sich das Kirchengewölbe, und es erscheint die Taube des Heiligen Geistes in Wolken und Strahlenkranz. Umschrift, abgesetzt durch einen schmalen Perlreif: FLUMINE MYSTA SACRO NOS CHRISTUS FLAMINE MUNDAT. (Mit Wasser reinigt uns der Geistliche, mit heiligem Hauch Christus). Das Wortspiel flumen flamen lässt sich nicht übertragen. Im Abschnitt die Initialen S. D. Der Rückseitenstempel ist im oberen Bereich mehrfach gerissen. Der Buchstabe F zu Beginn der Umschrift ist repariert. Literatur: L'Alsace Française 1948, Nr. 244. Tarnowski, Nr. 537. - A. Wicek 1962, Nr. 67. - T. Bogacz. B. Kozarska-Orzeszek 1995, Nr. 17. Auktionen: Kress 115, 1960, Nr. 4399. Münz Zentrum 71, 1991, Nr. 2897. - WAG 5, 1995, Nr. 538. - Aufhäuser 11, 1995, Nr. 926.