Beschreibung
Av.: Die Personifikation des Friedens in langem gegürteten Gewand und mit gelösten Haaren, einen Lorbeerkranz auf dem Kopf, steht auf einem gefallenen nackten Krieger und aufgetürmten Kriegstrophäen. Die linke Hand hält einen Palmzweig und die rechte ist im Segensgestus erhoben. Oben im Strahlenkranz die hebräische Inschrift JEHOVA und zu seiten der Personifikation ein Wolkenkranz. Auf einer Trommel die Initialen S D und auf einem Schild die Jahreszahl 1650. Umschrift: GOTT LOB DER UNS SO GÜTIG LIEBT. DEM KRIEGE WEHRT UND FRIEDEn gibt: Eine großflächige Reparatur des Stempels, die die Worte "LOB DER" umfasst, war wohl nicht wegen einer Beschädigung, sondern wegen einer Korrektur erforderlich, da offenbar alle Medaillen mit dem geänderten Stempel geprägt sind.
Rv.: Die bekränzten allegorischen Gestalten der Güte und der Treue in langen, den Oberkörper freilassenden Gewändern halten Palm- und Lorbeerzweige in Händen, umarmen und küssensich; ein Wolkenband umfängt sie. Zwischen dem Paar auf Wolken zwei schnäbelnde Tauben. Auf steinigem, kahlen Boden, umgeben von vertrockneten Pflanzen, liegt der Neid "in gräßlicher Gestalt" (Langermann), bekleidet mit einem Fell, das die schlaffen Brüste frei lässt, ei Kranz aus Schlangen im struppigen Haar. In der linken Hand hält der Neid einen vertrockneten Ast und in der rechten ein Herz, das er zum Munde führt, um es zu verspeisen. In der Emblemliteratur heißt es vom Neid, dass er sich selbst straft: Der elende und giftige Neid nagt unaufhörlich am eigenen Herzen und verzehrt sich sichtbar, weil er über das Wohlergehen seines Nächsten wütend ist. Umschrift: WO GUT UND TREU SICH KÜSSEN LIGSTU O NEID ZUN FÜSSEN.