Titel
Hl. Johannes
Allgemeine Bezeichnung
Figur aus Lindenholz
Inventarnummer
Pl.O.2256
Sammlung
Skulptur bis 1800
Anzahl der Teile
1
Hersteller
Johann Pöllandt
Johann Pöllandt (vor 1632-1721); geboren in Rottenbuch; Lehrmeister und Ausbildungsort Pöllandts unbekannt; 1667 Heirat in Wessobrunn mit Maria Feuchtmayer geb. Schmuzer (dadurch Stiefvater des Bildhauers Franz Joseph Feuchtmayer, des Vaters von Joseph Anton Feuchtmayer (vgl. Pl.O. 2736 und 2743a-e, Maué, 3. Teil, und ist mit der bedeutenden Stukkatorenfamilie verschwägert) fortan häufig Zusammenarbeit mit Familie Feuchtmayer; 1675 Umzug nach Schongau, dort 1721 gestorben (Bildhauer in Holz und Stein, Stukkator und Architekt; 1680 Stadtverordneter, 1691 Mitglied des Äußeren Rates, 1692 Stadtkämmerer und 1700-1716 einer der vier Bürgermeister von Schongau; erstes gesichertes und erhaltenes Werk ist monumentaler Apostelzyklus von 1671/72 (Stadtpfarrkirche St. Johannes Baptista in Pfaffenhofen an der Ilm); künstlerisch wohl bedeutendstes Werk Pöllandts 1688 für das Benediktinerinnenkloster Amtenhausen geschaffener Hochaltar, jetzt Emmingen (Gemeinde Emmingen - Liptingen, Kreis Tuttlingen))
Herstellungsdatum
letztes Viertel 17. Jh.
Herstellungsort
Oberbayern ID: 7004398 (Oberbayern ID: 7004398)
Maße
H. 184 cm; B. 74 cm; T. 65 cm
Material und Technik
Lindenholz (Tilia sp., Probe aus der rechten Schulter) - hinten abgeflacht, innen hohl (Höhlung nicht durch Abarbeiten der Holzmasse, sondern vertikales Zusammenfügen von fünf Stammsegmenten schlechter Holzqualität, in deren Mitte ein Hohlraum blieb, berindete Außenseiten der fünf Stammstücke bilden Wandung, Schnittflächen die skulptierte Außenform der Figur; Extremitäten und ausladende Gewandteile mittels Leim und verdeckten Dübeln in 13 Teilen angestückt; zweischichtige Leim-Kreidegrundierung auf gesamter Fläche