Titel
Hl. Maria Magdalena
Allgemeine Bezeichnung
Figur aus Lindenholz (von drei; Kreuzigungsgruppe)
Inventarnummer
Pl.O.2257
Sammlung
Skulptur bis 1800
Anzahl der Teile
1
Hersteller
Johann Pöllandt (zugeschrieben)
Johann Pöllandt (vor 1632-1721); geboren in Rottenbuch; Lehrmeister und Ausbildungsort Pöllandts unbekannt; 1667 Heirat in Wessobrunn mit Maria Feuchtmayer geb. Schmuzer (dadurch Stiefvater des Bildhauers Franz Joseph Feuchtmayer, des Vaters von Joseph Anton Feuchtmayer (vgl. Pl.O. 2736 und 2743a-e, Maué, 3. Teil, und ist mit der bedeutenden Stukkatorenfamilie verschwägert) fortan häufig Zusammenarbeit mit Familie Feuchtmayer; 1675 Umzug nach Schongau, dort 1721 gestorben (Bildhauer in Holz und Stein, Stukkator und Architekt; 1680 Stadtverordneter, 1691 Mitglied des Äußeren Rates, 1692 Stadtkämmerer und 1700-1716 einer der vier Bürgermeister von Schongau; erstes gesichertes und erhaltenes Werk ist monumentaler Apostelzyklus von 1671/72 (Stadtpfarrkirche St. Johannes Baptista in Pfaffenhofen an der Ilm); künstlerisch wohl bedeutendstes Werk Pöllandts 1688 für das Benediktinerinnenkloster Amtenhausen geschaffener Hochaltar, jetzt Emmingen (Gemeinde Emmingen - Liptingen, Kreis Tuttlingen))
Herstellungsdatum
letztes Viertel 17. Jh.
Herstellungsort
Oberbayern ID: 7004398 (Oberbayern ID: 7004398)
Maße
H. 155 cm; B. 111 cm; T. 51 cm
Material und Technik
Lindenholz (Tilia sp., Werkstück am Knie vorn), Rückenbrett Fichte (Picea sp.); schlechte Holzqualität des Brettes, (eingewachsene Äste und Harzgallen) - zwei vertikal aneinandergrenzende Hauptwerkstücke bilden Korpus; 13 Anstückungen der Extremitäten und ausladenden Gewandteile; Verschluß der Aushöhlung mit breiten, summarisch beschnitzten Rückenbrett (mit 5 dicken Dübeln am Korpus befestigt); Modellierung der Locken mittels Geißfuß; Leim-Kreidegrundierung auf gesamter Fläche, farbig gefasst