Zustandsbeschreibung
Die ursprünglich in den Korpus eingelassenen Flügel wurden abgesägt und mit Nägeln neu befestigt; Bleistiftmarkierungen auf den Schultern dienten der Positionierung. Verlust der Zehen des linken Fußes mit Ausnahme des kleinen, wobei die drei mittleren Zehen früher abgebrochen sind als die große. In Tuchrückseite und auf den Flügelrückseiten zahlreiche leere Nagel- und Schraubenlöcher aus unterschiedlichen Epochen. Wasserflecken auf der Rückseite des rechten Flügels. Angesplitterter und abstehender Holzspan an der Außenkante des Flügelansatzes rechts. Uberfassung des Inkarnates, Fassungsaufbau mehrschichtig und wesentlich aufwendiger als bei Pl.O.2440: Gelbtransparente Schicht, Grundierung, Sperrschicht vermutlich mit Leim, dünne weiße Untermalung, rosiges Inkarnat. Haar zweimal überarbeitet, zunächst partiell dunkelbraun lasiert, später mittelbraun übermalt. Partielle Neuvergoldung der Flügel, links fast vollständig, rechts nur die Federkiele, unpoliert. Kaschierung der Schäden in originaler Vergoldung des Tuches mit bolusfarbenen Lasuren und Goldbronze, partiell mit grünlichgelber Schicht. In den von vorn sichtbaren Bereichen wurde die zweite Fassung im Inkarnat mit Lösungsmittel entfernt, auf der linken Fußsohle und der rechten Körperseite ist sie noch vorhanden; Freilegung nach 1929 im GNM. Matter grauer Überzug auf der gesamten Oberfläche. Partiell bis auf die Grundierung durchgeriebene Fassung. Vereinzelt Schollenbildung wie am rechten Flügel unten.