Beschreibung
Karavan gestaltet seine Arbeiten als begehbare Nachdenklandschaften. Für Nürnberg, das durch die "Nürnberger Rassengesetze" der Nationalsozialisten wie kaum eine andere Stadt in Deutschland mit den Verbrechen des Dritten Reichs in Verbindung gebracht wird, schuf Karavan den "Way of Human Rights ", mit dem er eine Antwort auf die schändliche Verletzung der Menschenrechte gibt. Sein Kunstwerk erinnert an die 30 Artikel der Menschenrechtserklärung der Vereinten Nationen, die am 10. Dezember 1948 veabschiedet wurde. Sie sind in Deutsch und jeweils einer anderen Sprache in die Säulen graviert. Dem Betrachter erschließt sich Karavans Projekt durch eigene Bewegung, durch sein Nachdenken über die denkmalhaft vergegenwärtigten Rechte der Menschen, das die erste Vorraussetzung für die Schließung der Kluft zwischen Menschen und Völkern ist und durch das es für jeden einzelnen den "Way of Human Rights " zu einer humaneren Welt zu erobern gilt. Die Arbeit wurde anläßlich des 1993 eingeweihten Erweiterungsbaus des Germanischen Nationalmuseums realisiert und gab den Anstoß für die Stadt Nürnberg, einen internationalen Menschenrechtspreis zu stiften.