Beschreibung
ZR.-Nr. 3871/1926-542
Godesburg, Rhein-Sieg-Kreis, Nordrhein-Westfalen: Blick in die Ruine des Saalbaues von Nordwesten
Links die östliche Giebelwand, rechts die zinnenbekrönte Südwand mit den als ehemalige Zugänge gedeuteten Mauerdurchbrüchen. Die Darstellung der Ostgiebelwand des Saalbaues ist sehr interessant. Der spitzbogige vermeintliche Blendbogen könnte ein Abdruck des abgegangenen, hölzernen, spitzbogigen Tonnengewölbes sein, das als Decke des Saalbaues rekonstruiert wird. Die bis heute deutlich erkennbare Baufuge zwischen der erhaltenen Giebelwand und der sekundär auf diese aufgesetzten Mauer des nordöstlichen Nachbargebäudes ist in der Zeichnung nicht dargestellt. Die Segmentbogentür und die nebenliegende, querrechteckige Maueröffnung finden in der Literatur wie auch in alten Grundrißzeichnungen keine Erwähnung.
Im Hintergrund rechts der Bergfried mit dem charaktreristischen Konsolenkranz, links der zum im Osten stehenden Saalgeschoßbau gehörende Treppenturm.
(Die Zeichnung war irrtümlich in den Nachlass „Karl August von Cohausen“ einsortiert, daher Vergabe einer ZR.-Nr. des Cohausennachlasses. Im Rahmen der 2014 durchgeführten Inventarisierung des Nachlasses „Botho Graf zu Stolberg-Wernigerode“ wurde die Zeichnung in diesen Nachlass umgelagert.)