Beschreibung
ZR.-Nr. 3871/1926-1042
Gleiche Zeichnung wie SP 9600 b.
Links das Tor zur Hauptburg, dahinter der Palas. Rechts der sog. Gefängnisturm. Das kleine Rechteckfenster im Turm auf halber Wandhöhe unterhalb des Bogenfrieses ist die zu dem als Verlies bezeichneten Raum gehörige Schlitzscharte.
Ein durch eine Zeichnung (von Wilhelm Merck, abgebildet bei Steinmetz 1983, S. 9) für 1804 noch nachweisbares Wohnhaus zwischen Tor und Turm fehlt auf Stolbergs Bild bereits. Der heute regelmäßige Fries aus schmalen Spitzbögen war wie Stolbergs Zeichnung und die schon genannte Zeichnung von 1804 belegen ehemals unterbrochen von einigen sehr breiten Spitzbögen.
Nicht sicher zu erkennen ist, ob das über dem Tor erkennbare Gebäude mit Zelt- oder Walmdach der Torturm oder die Schmalseite des Palas ist. Auf der Zeichnung von 1804 steht der Turm noch vollständig und ist mit einem Zeltdach gedeckt. Der Palas hatte auf der Zeichnung von 1804 ein Satteldach, heute schließt er mit einem Walmdach.
Rückseitig finden sich stark skizzenhafte Studien zu Architektursdetails.
(Die Zeichnung war irrtümlich in den Nachlass „Karl August von Cohausen“ einsortiert, daher Vergabe einer ZR.-Nr. des Cohausennachlasses. Im Rahmen der 2014 durchgeführten Inventarisierung des Nachlasses „Botho Graf zu Stolberg-Wernigerode“ wurde die Zeichnung in diesen Nachlass umgelagert.)