Beschreibung
ZR.-Nr. 3871/1926-1063
Burg Wildenberg (Wildenburg), Kirchzell, Lkr. Miltenberg, Bayern: Ansicht des Torhauses von Süden.
Die Zeichnung wurde von dem Dresdner Architekten Friedrich Heise als Auftragsarbeit für Stolberg angefertigt.
Das Torhaus mit dem dreifach gestaffelten Torgewände und der Apsiserker der im ersten Obergeschoß befindlichen Kapelle wie auch die links anschließende Ringmauer sind bis heute weitgehend im dargestellten Zustand erhalten
Die Zeichnung enthält einige wenige Detailfehler: Die Reihe von fünf Balkenlöchern über dem Tor ist nur schematisch dargestellt, tatsächlich haben die Löcher unregelmäßige Lagen und Größen. Zwei offenbar zugesetzte Rechtecköffnungen über dieser Balkenlöcherreihe fehlen im Bild.
In den aus Buckelquadern errichteten untere Teil der links an das Torhaus anschließenden Mauer hat Heise auf zahlreiche Steine Steinmetzzeichen eingetragen. Es ist allerdings zu bezweifeln, daß die tatsächliche Verteilung der Steinmetzzeichen dargestellt ist, allein schon, weil in der Zeichnung nur 12 statt der in Wirklichkeit 17 Quaderlagen gezeigt sind. Vielmehr wollte HEise wohl symbolisch die Vielfalt der Wildenberger Steinmetzzeichen darstellen. Die Zeichen als solche sind aber alle auf Burg Wildenberg anzutreffen.
(Die Zeichnung war irrtümlich in den Nachlass „Karl August von Cohausen“ einsortiert, daher Vergabe einer ZR.-Nr. des Cohausennachlasses. Im Rahmen der 2014 durchgeführten Inventarisierung des Nachlasses „Botho Graf zu Stolberg-Wernigerode“ wurde die Zeichnung in diesen Nachlass umgelagert.)