Hallo welt!

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http://objektkatalog.gnm.de/objekt/Belagerung der Burg Rheinfels, 1693SpielsteinSZ616Volkskunde-Spielzeug-Judaica1<results><lido:eventActor xmlns:lido="http://www.lido-schema.org" lido:sortorder="1"><lido:displayActorInRole xml:lang="de">Stempelschneider</lido:displayActorInRole><lido:actorInRole><lido:actor xmlns:lido="http://www.lido-schema.org"><lido:actorID lido:pref="preferred" lido:type="http://terminology.lido-schema.org/identifier_type/local_identifier" lido:source="GnmLocalActorId">24063</lido:actorID><lido:nameActorSet><lido:appellationValue lido:pref="preferred" xml:lang="de">Ph. H. Müller</lido:appellationValue></lido:nameActorSet></lido:actor></lido:actorInRole></lido:eventActor><lido:eventActor xmlns:lido="http://www.lido-schema.org" lido:sortorder="2"><lido:displayActorInRole xml:lang="de">Verleger</lido:displayActorInRole><lido:actorInRole><lido:actor xmlns:lido="http://www.lido-schema.org" lido:type="Person"><lido:actorID lido:pref="preferred" lido:type="http://terminology.lido-schema.org/identifier_type/local_identifier" lido:source="GnmLocalActorId">22495</lido:actorID><lido:actorID lido:pref="preferred" lido:type="http://terminology.lido-schema.org/identifier_type/uri" lido:source="GND">https://d-nb.info/gnd/124500978</lido:actorID><lido:actorID lido:pref="preferred" lido:type="http://terminology.lido-schema.org/identifier_type/uri" lido:source="viaf">http://viaf.org/viaf/3406925</lido:actorID><lido:actorID lido:pref="preferred" lido:type="http://terminology.lido-schema.org/identifier_type/uri" lido:source="AKL (aow)">https://aow.degruyter.com/artist/_20010111</lido:actorID><lido:actorID lido:pref="preferred" lido:type="http://terminology.lido-schema.org/identifier_type/uri" lido:source="AKL (aow)">https://aow.degruyter.com/artist/_00174670</lido:actorID><lido:actorID lido:pref="preferred" lido:type="http://terminology.lido-schema.org/identifier_type/uri" lido:source="ND-Berlin">https://ikmk.smb.museum/ndp/person/7868</lido:actorID><lido:nameActorSet><lido:appellationValue lido:pref="preferred" xml:lang="de">Kleinert, Friedrich</lido:appellationValue></lido:nameActorSet><lido:vitalDatesActor><lido:earliestDate lido:type="geschätztes Datum">04.06.1633 in Bartenstein</lido:earliestDate><lido:latestDate lido:type="geschätztes Datum">28.07.1714 in Nürnberg</lido:latestDate></lido:vitalDatesActor><lido:genderActor xml:lang="de">männlich</lido:genderActor></lido:actor></lido:actorInRole></lido:eventActor></results>1693<results><lido:eventPlace xmlns:lido="http://www.lido-schema.org" lido:type="" lido:sortorder="1"><lido:displayPlace xml:lang="de">Nürnberg</lido:displayPlace></lido:eventPlace></results>Dieser Datensatz hat noch kein Proviso.<XmlDescription><BuildingId>16</BuildingId><BuildingDescription>16 Galeriebau</BuildingDescription><FloorId>01</FloorId><FloorDescription>1.UG</FloorDescription><RoomId>07</RoomId><RoomDescription>Depot</RoomDescription><AltNames><AlternativeName>Spielzeug</AlternativeName></AltNames></XmlDescription><results><lido:objectMeasurementsSet xmlns:lido="http://www.lido-schema.org" lido:sortorder="1"><lido:displayObjectMeasurements xml:lang="de">Dm. 57,7 mm, H. 12 mm.</lido:displayObjectMeasurements><lido:objectMeasurements/></lido:objectMeasurementsSet></results><results><lido:eventMaterialsTech xmlns:lido="http://www.lido-schema.org" lido:sortorder="1"><lido:displayMaterialsTech xml:lang="de">Weißdorn, geschwärzt, gedrechselt, geprägt</lido:displayMaterialsTech><lido:materialsTech><lido:sourceMaterialsTech xml:lang="de">Ilona Stein, Dipl.-Rest. IKK-Dokumentation</lido:sourceMaterialsTech></lido:materialsTech></lido:eventMaterialsTech></results>Breiter, mehrfach gestufter Rahmen. Schwach und leicht exzentrisch ausgeprägt. Der Vorderseitenstempel mit einem großen Ausbruch am Rand, der auch auf Medaillen zu sehen ist. Vs. Der Blick fällt auf das linke Rheinufer mit der befestigten Stadt St. Goar und der auf einer Anhöhe errichteten Burg Rheinfels. Vor der Stadt einige Zelte und kämpfende Soldaten. Umschrift: STRENAE GALLICAE (Französische Neujahrsgeschenke). Im Abschnitt: REINFELS FRUSTRA OBSESS. LIBERAT. DIE 2. IAN. 1693 (Das vergeblich belagerte Rheinfels wurde am 2. Januar 1693 befreit). Rs. Zwischen zwei korinthischen Säulen mit der Inschrift NON VLTRA (Nicht darüber hinaus) stützt sich der Flussgott Rhenus auf einen Krug, aus dem der Fluss RHENUS entspringt. Die linke Hand des Flussgottes umfasst ein Ruder. Vor den Säulen ein wehendes Schriftband: HABET ET GERMANIA METAS (Auch Deutschland hat seine Grenzen). Im Hintergrund eine bergige, teils bewaldete Landschaft. Auf einer Säulenbasis die Initialen des Stempelschneiders P. H. M. Als 1685 mit Kurfürst Karl II. das Haus Pfalz-Simmern ausstarb, beanspruchte der französische König Ludwig XIV. Simmern und Teile von Sponheim als Erbe der Elisabeth Charlotte von Orléans, einer Schwester des verstorbenen Kurfürsten, die Philipp I. von Orléans, einen Bruder Ludwigs XIV., geheiratet hatte. Schon im folgenden Jahr drohte Ludwig XIV., die Ansprüche seiner Schwägerin mit Gewalt durchzusetzen. Daraufhin hatten sich 1686 die Gegner Ludwigs, die seinen Expansionsbestrebungen auch in den Niederlanden und in Norditalien entgegentreten wollten, zur sogenannten Augsburger Allianz oder Augsburger Liga zusammengeschlossen. Dem Bündnis traten Kaiser Leopold I., Kurfürst Friedrich Wilhelm von Brandenburg, der spanische König Karl II., der schwedische König Karl XI., der bayerische Kurfürst Max Emanuel, Mitglieder des Fränkischen und Oberrheinischen Reichskreises sowie Viktor Amadeus II. von Savoyen bei. Die zunehmenden Spannungen zwischen Ludwig XIV. und den Niederlanden führten zu einem Handels- und Zollkrieg, der sich zu einer militärischen Auseinandersetzung ausweiten drohte. 1689 schlossen Wilhelm III. von Oranien und Kaiser Leopold I. ein kaiserlich-niederländisches Beistands- und Verteidigungsabkommen, die Große Wiener Allianz. Dieses Defensivbündnis sollte die Übereinkünfte des Westfälischen Friedens von 1648, des Friedens von Nimwegen und Saint-Germain von 1678/1679 und des Regensburger Stillstandes von 1684 bewahren. Burg Rheinfels, seit 1479 im Besitz der Landgrafen von Hessen-Kassel, wurde nach Zerstörungen im Dreißigjährigen Krieg den Anforderungen geänderter Kriegstechnik entsprechend wieder aufgebaut. Im Dezember 1692 musste sich die Burg der französischen Belagerung erwehren. Das Kommando über die 4.000 Mann starke Besatzung der Burg hatte Generalmajor Georg Ludwig Sittich von Schlitz genannt Görtz. Als die Franzosen am 2. Januar 1693 die Belagerung abbrachen und abzogen, war ihr konzentrierter Angriff auf den Mittelrhein zum Erliegen gekommen. General von Goertz wurde zum lebenslangen Statthalter auf Burg Rheinfels ernannt, die als einzige linksrheinische Festung von den französischen Truppen nicht zerstört werden konnte. Die Inschriften auf dem Spielstein liefern einige ironische Anspielungen. Tallart soll Ludwig XIV. in Aussicht gestellt haben, ihm die Eroberung von Rheinfels als Neujahrsgeschenk zu präsentieren, doch musste er nur einen Tag später die Belagerung abbrechen und sich zurückziehen. Die beiden Säulen spielen auf die Säulen des Herkules an, die mit der Inschrift „non ultra“ nach antiker Vorstellung das Ende der Welt bezeichnen. Diese Grenze war zu achten, wie in übertragenem Sinn auch Ludwig XIV. den Rhein als Grenze zwischen Frankreich und Deutschland zu achten hat. Mit denselben Stempeln geprägte Medaillen haben als Chronogramm die Randschrift: ARX RHEINFELS HASSORVM VIRTVTE FVGIENTE TALLARDO SERVATVR. (Die Burg Rheinfels wird durch die Tapferkeit der Hessen gerettet, nachdem Tallart geflohen war) sowie die Initialen des Verlegers F. K.Georg Himmelheber: Spiele. Gesellschaftsspiele aus einem Jahrtausend. München 1972, Nr. 205.Ausst.Kat. Spiel, Spiele, Kinderspiel. GNM Nürnberg 1986, Nr. 41.Ausst.Kat. Spielwelten der Kunst – Kunstkammerspiele. Kunsthistorisches Museum Wien. Mailand 1998, Nr. 121.7229.Hermann Maué: Spielsteine mit Bildern 1530-1900. Nürnberg 2020, Nr. 281.zur Medaille Friedrich Kleinert: Apparatus numismatum recentiorum, Ex auro, argento, aere, stannóque flatorum atque percussorum. Nürnberg [1697], Nr. 65.zur Medaille August v. Forster: Die Erzeugnisse der Stempelschneidekunst in Augsburg und Ph. H. Müllers. Leipzig 1910, Nr. 683.