Hallo welt!
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http://objektkatalog.gnm.de/objekt/Befriedung Polens durch König August II., 1698 SpielsteinSZ621Volkskunde-Spielzeug-Judaica1<results><lido:eventActor xmlns:lido="http://www.lido-schema.org" lido:sortorder="1"><lido:displayActorInRole xml:lang="de">Stempelschneider</lido:displayActorInRole><lido:actorInRole><lido:actor xmlns:lido="http://www.lido-schema.org"><lido:actorID lido:pref="preferred" lido:type="http://terminology.lido-schema.org/identifier_type/local_identifier" lido:source="GnmLocalActorId">24063</lido:actorID><lido:nameActorSet><lido:appellationValue lido:pref="preferred" xml:lang="de">Ph. H. Müller</lido:appellationValue></lido:nameActorSet></lido:actor></lido:actorInRole></lido:eventActor><lido:eventActor xmlns:lido="http://www.lido-schema.org" lido:sortorder="2"><lido:displayActorInRole xml:lang="de">Verleger</lido:displayActorInRole><lido:actorInRole><lido:actor xmlns:lido="http://www.lido-schema.org" lido:type="Person"><lido:actorID lido:pref="preferred" lido:type="http://terminology.lido-schema.org/identifier_type/local_identifier" lido:source="GnmLocalActorId">22495</lido:actorID><lido:actorID lido:pref="preferred" lido:type="http://terminology.lido-schema.org/identifier_type/uri" lido:source="GND">https://d-nb.info/gnd/124500978</lido:actorID><lido:actorID lido:pref="preferred" lido:type="http://terminology.lido-schema.org/identifier_type/uri" lido:source="viaf">http://viaf.org/viaf/3406925</lido:actorID><lido:actorID lido:pref="preferred" lido:type="http://terminology.lido-schema.org/identifier_type/uri" lido:source="AKL (aow)">https://aow.degruyter.com/artist/_20010111</lido:actorID><lido:actorID lido:pref="preferred" lido:type="http://terminology.lido-schema.org/identifier_type/uri" lido:source="AKL (aow)">https://aow.degruyter.com/artist/_00174670</lido:actorID><lido:actorID lido:pref="preferred" lido:type="http://terminology.lido-schema.org/identifier_type/uri" lido:source="ND-Berlin">https://ikmk.smb.museum/ndp/person/7868</lido:actorID><lido:nameActorSet><lido:appellationValue lido:pref="preferred" xml:lang="de">Kleinert, Friedrich</lido:appellationValue></lido:nameActorSet><lido:vitalDatesActor><lido:earliestDate lido:type="geschätztes Datum">04.06.1633 in Bartenstein</lido:earliestDate><lido:latestDate lido:type="geschätztes Datum">28.07.1714 in Nürnberg</lido:latestDate></lido:vitalDatesActor><lido:genderActor xml:lang="de">männlich</lido:genderActor></lido:actor></lido:actorInRole></lido:eventActor></results>1698<results><lido:eventPlace xmlns:lido="http://www.lido-schema.org" lido:type="" lido:sortorder="1"><lido:displayPlace xml:lang="de">Nürnberg</lido:displayPlace></lido:eventPlace></results>Dieser Datensatz hat noch kein Proviso.<XmlDescription><BuildingId>16</BuildingId><BuildingDescription>16 Galeriebau</BuildingDescription><FloorId>01</FloorId><FloorDescription>1.UG</FloorDescription><RoomId>07</RoomId><RoomDescription>Depot</RoomDescription><AltNames><AlternativeName>Spielzeug</AlternativeName></AltNames></XmlDescription><results><lido:objectMeasurementsSet xmlns:lido="http://www.lido-schema.org" lido:sortorder="1"><lido:displayObjectMeasurements xml:lang="de">Dm. 57,6 mm, H. 12 mm</lido:displayObjectMeasurements><lido:objectMeasurements/></lido:objectMeasurementsSet></results><results><lido:eventMaterialsTech xmlns:lido="http://www.lido-schema.org" lido:sortorder="1"><lido:displayMaterialsTech xml:lang="de">Ahorn, geschwärzt, gedrechselt, geprägt</lido:displayMaterialsTech><lido:materialsTech><lido:sourceMaterialsTech xml:lang="de">Ilona Stein, Dipl.-Rest. IKK-Dokumentation</lido:sourceMaterialsTech></lido:materialsTech></lido:eventMaterialsTech></results>Breiter profilierter Rahmen. Schwach ausgeprägt. Vs. Die weibliche Personifikation des Wohlstandes mit einem Füllhorn im Arm sitzt auf einem Felsen. Ihre Füße setzt sie auf eine Hydra, deren abgeschlagene Köpfe auf dem Boden liegen. Die besiegte Hydra steht für die überwundene Zwietracht. Der Wohlstand weist auf das von zwei Palmzweigen gerahmte Bildnis des polnischen Königs auf einem Postament mit der Inschrift in sieben Zeilen: AVGVST: II. REX. POLON: EL: SAX: FELICITATIS POLON: RESTAVRATOR mit der Fortsetzung in der Umschrift: REFERT SATVRNIA REGNA (August II., König von Polen, Kurfürst von Sachsen, Wiederhersteller der Glückseligkeit Polens, bringt das Goldene Zeitalter zurück). Rs. August II. in polnischer Tracht mit federgeschmücktem Hut und in langem Mantel mit Hermelinkragen nimmt mit offenen Armen die Huldigung zweier vor ihm kniender Magnaten in ihrer Landestracht entgegen. Hinter der Szene steht Concordia, die Verkörperung der Eintracht. In ihren Händen hält sie die Standarten der Magnaten. Umschrift: CONCORDIA PROCERVM ET EXERCITVVM mit der Fortsetzung im Abschnitt: OB REGNVM PACATVM .1698. (Eintracht des Adels und der Heere wegen der Befriedung des Königreichs). Friedrich August, geboren 1670 als zweitältester Sohn des sächsischen Herzogs Johann Georg III. (1647—1691) und der Anna Sophie von Dänemark und Norwegen (1647—1717) in Dresden, wurde 1694 als August I. sächsischer Kurfürst, nachdem sein älterer Bruder Johann Georg IV. (1668—1694) gestorben war. 1697 trat August zum katholischen Glauben über, unterrichtet von seinem Onkel Christian August von Sachsen-Zeitz, Bischof von Raab. Dieser Glaubenswechsel war eine Voraussetzung, dass er noch im selben Jahr zum polnischen König und in Personalunion zum Großfürsten von Litauen gewählt und als August II. in Krakau gekrönt werden konnte. Da zunächst nicht alle polnischen Magnaten auf seiner Seite standen, musste der König erhebliche Bestechungsgelder an den polnischen Adel und an kirchliche Würdenträger zahlen, die aus der sächsischen Staatskasse stammten. Nach einer militärischen Kampagne in Moldawien schlug Augusts polnische Armee 1698 die Tataren in der Schlacht bei Podhajce. Dieser Sieg trug wesentlich zum Abschluss des Vertrages von Karlowitz mit dem Osmanischen Reich 1699 bei. August II. starb 1733 in Warschau. Die Umschrift auf der Vorderseite des Spielsteins ist ein Zitat Vergils, Eclogen 4, Vers 6, der mit den „saturnia regna“ ein neues Goldenes Zeitalter des Friedens erwartete. Vergil ging davon aus, dass in steter Wiederkehr verschiedene Weltenjahre auf einander folgen. Das letzte Zeitalter, das Goldene, ist eine paradiesische Zeit; es beginnt mit der Herrschaft Saturns. F. Kleinert weist darauf hin, dass sich die Darstellung der Concordia an antiken Münzen orientiert. Mit denselben Stempeln geprägte Medaillen haben die Randschrift: ORIETVR IN DIEBVS EIVS IVSTITIA ET ABVNDANTIA PACIS DONEC AVFERATVR LVNA (Zu seinen Zeiten soll blühen die Gerechtigkeit und großer Frieden sein, bis der Mond nicht mehr ist, Psalm 72, Vers 7) sowie die Initialen des Verlegers F. K.Georg Himmelheber: Spiele. Gesellschaftsspiele aus einem Jahrtausend. München 1972, Nr. 222.Ausst.Kat. Spielwelten der Kunst – Kunstkammerspiele. Kunsthistorisches Museum Wien. Mailand 1998, Nr. 123.30.Hermann Maué: Spielsteine mit Bildern 1530-1900. Nürnberg 2020, Nr. 405.zur Medaille Friedrich Kleinert: Apparatus numismatum recentiorum, Ex auro, argento, aere, stannóque flatorum atque percussorum. Nürnberg [1697], Nr. 80.zur Medaille August v. Forster: Die Erzeugnisse der Stempelschneidekunst in Augsburg und Ph. H. Müllers. Leipzig 1910, Nr. 697.