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Objekt / Inventarnr.: Slg.RichterVB55

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Muttergottes mit Eichel und Rinderherde (Votivbild)

Inventarnummer: Slg.RichterVB55
Datierung: 1761
Ort: Wallfahrtskirche Mariaort, Gem. Sinzing, Kr. Regensburg, Oberpfalz
Material/Technik: Kasein-Tempera auf Holz. Aufgeleimte und mit Holzstiften befestigte profilierte Rahmenleisten, gestrichen. Kanten der Tafel zusammen mit den Rahmenleisten gekehlt. Rückwärts zwei senkrechte Leisten aufgeleimt und mit Holzstiften befestigt.
Maße: . H. 36,8 cm, Br. 48,8 cm.
Marke/Inschrift: „EX VOTO. 1761.“
Sammlung: Judaica
Spielzeug
Volkskunde
Beschreibung:
Inmitten einer Wiese steht Maria mit dem sitzenden Kind auf ihrem rechten Arm und einer emporgehaltenen großen Eichel in der Linken. Sie trägt ein rotes Kleid, blauen Mantel und weißen Schleier; das Kind, das mit beiden Händen ein Tier (Hase?) hält, ein violettes Gewand. Beide sind bekrönt und haben hellblaue, außen rosa Heiligenscheine, von weißen Strahlen durchzogen. Zu Füßen der Marienfigur liegt ein Wickelkind auf dem Kissen, rechts traben vier Rinder heran, links zwei weitere Rinder hinter zwei liegenden Kälbern. Links im Hintergrund eine Kirche und zwei weitere Gebäude, von einer weißen Mauer umschlossen. Auf dieser die Votivinschrift: „EX VOTO. 1761.“ Das Marienbild ist das Gnadenbild der Wallfahrtskirche Mariaort bei Regensburg, eine Steinskulptur des späteren 14. Jahrhunderts. Die Architektur im Hintergrund gibt wohl eine Ansicht der damaligen Situation von Mariaort wieder; der heute bestehende Bau existiert erst seit 1774-76.
Literatur:
vgl. H. Karlinger, G. Hager und G. Lill: Die Kunstdenkmäler von Oberpfalz und Regensburg, 20. BzA. Stadtamhof, 1914 S. 131, Abb. 94; — G. Motyka: Wallfahrtskirche Mariaort, 1962 S. 11, Abb. auf Umschlag. — R. Kriß: Die Volkskunde der Altbayerischen Gnadenstätten Bd. 2, 1955 S. 265-67 — Erwin Richter: Von Votivtafeln und vom Viehschutzverlöbnis. In: Du und das Tier. 3. 1951 S. 138 m. Abb.
 
 
3.3.130726