Beschreibung
Sogenannter "Dietfurter Chinese".
"Das in vielen Landschaften zur Fastnacht getragene Gewand mit den aufgesetzten Flecken verband sich in den Ortschaften des Altmühltals mit einer geschnitzten Holzmaske mit exotischen Gesichtszügen, die meist Chinesen vorstellen sollten. Die Larven wurden bis in die ersten Jahrzehnte des 20. Jahrhunderts von Handwerkern wie Schreinern und Wagnern, die in der Bearbeitung von Holz erfahren waren, hergestellt; sie sollen nach der Überlieferung für die ungewohnte Arbeit des Schnitzens erheblich Zeit aufgewendet haben. Die Verkleidung, zu der noch eine Hirtenpeitsche gehörte, wurde für ein nicht weiter organisiertes Treiben in den Straßen am Fastnachtssonntag und -dienstag angelegt, doch soll die brauchtümliche Übung an manchen Orten schon nach 1900 rückläufig gewesen sein." (Text, Deneke 1979)
