Beschreibung
Eine beschriebene, illustrierte Postkarte, auf deren Bildseite zwei Szenen aus der Nibelungensage sowie ein Gedicht zu sehen sind. In der oberen Szene hat Siegfried gerade den Drachen / Lindwurm Fafner besiegt und steht in triumphaler Pose über diesem in einem Wald, während er in den Händen sein blutbeflecktes Schwert sowie einen Speer hält. Ein alter, bärtiger Mann (wahrscheinlich Mime) blickt im Hintergrund hinter einem Baum hervor. Links unten ist Siegfried zu sehen, wie er das Schwert Gram / Balmung / Notung schiedet, hinter ihm derselbe alte Mann mit erstauntem Gesichtsausdruck. Rechts in der Ecke das Gedicht mit vier Strophen. Über diesem ist eine kurze handschriftliche Mitteilung zu finden. Die obere Szene ist in einer Art Holzrahmen gerahmt.
Folgende Beschriftungen sind aufgedruckt:
---Adressseite--- (Karte gelaufen, über Graz nach Graz)
"Postkarte // An // in / Wohnung / (Straße und Hausnummer)"
---Bildseite---
"Heil! // Jung Siegfried schmiedet, das Heldenkind / Zusammen des Nothungs Stücke, / Ob auch der tückische Mime sinnt / Im Herzen Verrath und Tücke. - / Jung Siegfried schwinget, der starke Held, / Den Nothung im Sonnenlichte: / Hei, wie an des Schwertes Schärfe zerschellt / Das Zwergen- und Drachengezüchte! / Wach auf, mein Volk, sei der Väter wert, / Misstraue dem faulen Frieden! / Das in Stücke fiel, das hehre Schwert / Der Einigkeit, sollst du schmieden. / Sei stark, mein Volk, und schwinge den Stahl / Trotz Stürmen und Ungewittern; / Hei, wie vor des Schwertes Schärfe zumal / Die Zwerge und Drachen erzittern! // Strache's Nationale Postkarten No. 20. // Lith. Druck u. Verlag von Ed. Strache, Warnsdorf u. Haida."