Beschreibung
Eine beschriebene, illustrierte Postkarte, auf deren Bildseite ein Liedtext, ein Foto sowie zwei Germanen unter einer Eiche dargestellt sind. Die über dem Text sichtbaren Germanen geben sich gerade die Hand, während im Hintergrund ein roter Sonnenauf- oder Untergang in den Wolken und eine weite flache Landschaft zu sehen sind. Unter diesem in einen um 45° gedrehtem Quadrat ein gemaltes Porträt von Emil Rittershaus. Darunter der vierstrophige Text "Westfalengruss" des Westfalenliedes von Emil Rittershaus.
Folgende Beschriftungen sind aufgedruckt:
---Adressseite--- (Karte gelaufen, von Bremen nach Isernhagen)
"Postkarte // An // in / Wohnung / (Straße und Hausnummer)"
---Bildseite---
"KUNSTANSTALT AUG. FINKENRATH SÖHNE, BARMEN // Westfalengruss // Emil Rittershaus // Ihr mögt den Rhein, den stolzen, preisen, Der in dem Schoss der Reben liegt; / Wo in den Bergen ruht das Eisen, / Da hat die Mutter mich gewiegt !. / Hoch auf dem Fel die Tannen steh'n, / Im grünen Tal die Heerden geh'n, / Als Wächter an des Hofes Saum / Reckt sich hervor der Eichenbaum : / :,: Da ist's, wo meine Wiege stand, / O, grüss dich Gott, Westfalenland! ;.; / Wir haben keine schönen Reden / Und schöner Werte Ueberfluss, / Und haben nicht sobald für jeden / Den Brudergruss und Bruderkuss ; / Wenn du willst uns willkommen sein, / So schau auf's Herz, nicht auf den Schein, / Und schau uns grad hinein in's Aug', / Grad aus, das ist Westfalenbrauch ! / :,: Es fragen nichts nach Spiel und Tand / Die Männer aus Westfalenland ! :,: / Und uns're Frauen, uns're Mädchen, / Mit Augen blau wie Himmelsgrund, / Sie spinnen nicht die Liebesfädchen / Zum scherze nur für müss'ge Stund' ! / Ein frommer Engel Tag und Nacht / Hält tief in ihrer Seele wacht, / Und treu in Wonne, treu in Schmerz, / Bleibt bis zum Tod ein liebend Herz; / :,: Glückselig, wessen Arm umspannt / Ein Mädchen aus Westfalenland ! :,: / Behüt' dich Gott, du rothe Erde, / Du Land von Wittekind und Teut ; / Bis ich zu Staub und Asche werde, / Mein Herz sich seiner Heimath freut ! / Du Land Westfalen, Land der Mark, / Wie deine Eichenstämme stark, / Dich segnet noch der blasse Mund / Im Sterben in der letzten Stund ! / :,: Land zwischen Rhein und Westerstrand / O, grüss dich Gott, Westfalenland ! :,:"