Hallo welt!

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http://objektkatalog.gnm.de/objekt/Hut mit appliziertem HirschKopfbedeckungen (Herren)W3248Textilien-Schmuck1um 1580<results><lido:eventPlace xmlns:lido="http://www.lido-schema.org" lido:sortorder="1"><lido:displayPlace xml:lang="de">Ostpreussen</lido:displayPlace></lido:eventPlace></results>Dieser Datensatz hat noch kein Proviso.<XmlDescription><BuildingId>14</BuildingId><BuildingDescription>14 Ostbau</BuildingDescription><FloorId>01</FloorId><FloorDescription>1.UG</FloorDescription><RoomId>09</RoomId><RoomDescription>Depot</RoomDescription><AltNames><AlternativeName>Textilien I</AlternativeName></AltNames></XmlDescription><results><lido:objectMeasurementsSet xmlns:lido="http://www.lido-schema.org" lido:sortorder="1"><lido:displayObjectMeasurements>H. 29,5 cm, Dm 25 cm, Umfang 54 cm</lido:displayObjectMeasurements></lido:objectMeasurementsSet></results><results><lido:eventMaterialsTech xmlns:lido="http://www.lido-schema.org"><lido:displayMaterialsTech xml:lang="de">Leinenzwirn, weiß, Makraméeknüpfung, Werg, Fischbeinstäbe, Eisendraht, rotbraune und weiße Farbfassung, Glas</lido:displayMaterialsTech></lido:eventMaterialsTech><lido:eventMaterialsTech xmlns:lido="http://www.lido-schema.org"><lido:displayMaterialsTech xml:lang="de">Technologische Angaben:
Obermaterial
Leinenzwirn, weiß, 4 z/S, Makrameetechnik, 2,5 – 3 Knoten/cm

Einlagen/Versteifungen
in den Längsstreifen außen an Hutkopf (1), scheibenförmiger Einsatz im Hutinneren unter der Kopfplatte (2)
(1) 11 gebogene Fischbeinstäbe, schwarz, unter 10 aufgesetzten Makrameestreifen
(2) 1 Fischbeinreif am Rand und Werg (Bastfasern) als Füllmaterial

Futter
Leinen, weiß, Leinwandbindung

Verzierungen
dreidimensionaler Hirsch (1), Hutband (2), rechteckiger Knopf mit Fransen (3)
(1) Hirschfigur in Makrameetechnik aus Leinen:
Leib gepolstert mit Werg, Extremitäten/Geweih im Kern aus Bastfaserzwirn, umstochen mit Bastfaserzwirn, weiß, Languettenstich; gefasst mit
rotbrauner Farbschicht (Mennige), teilweise übermalt mit weißer Farbschicht (Bleißweiß)*; Augen aus einem Stück Glas.
(2) wie Obermaterial mit Schnalle aus Eisen
(3) mehrere Schichten wie Obermaterial, die unterste Schicht mit Fransen aus Kordeln, dazwischen 2 Schichten aus dünnem Filz

Altreparaturen/Ergänzungen
rechteckiger Flicken auf Futter

Maße
H. 29,5 cm, Dm. 25 cm, Kopfumfang 54 cm,
Gewicht 1250 g</lido:displayMaterialsTech></lido:eventMaterialsTech></results>Der Hut ist mit weißen Leinenfäden in Makrameetechnik geknüpft. Das zylindrische, aus vier Teilen zusammengesetzte Kopfteil ist am unteren Ende zu einem Wulst eingeschlagen; darüber ein schmales, mit einer Eisenschnalle geschlossenes Hutband. In unregelmäßigem Abstand sind zehn vertikale Makrameestreifen aufgenäht, die Halt gebende Fischbeinstäbe überdecken; oben ein rechteckiger, aus Makrameeschichten aufgebauter Zierknopf mit langem Fransenrand. Die Vorderseite zeigt einen als erhabenes Relief ausgebildeten, mit einer rotbraunen Farbschicht gefassten Hirsch. Der Rumpf, die heute vom Hutband verdeckten Beine und das Geweih sind in Seitenansicht, der Kopf in Draufsicht gegeben. Die im geknüpften Grund als Löcher ausgesparten Augen sind mit Glas unterlegt. Weißes Leinenfutter.1DeutschSonderausstellung In Mode 2015Der Hut stammt aus dem Besitz der ostpreußischen Grafen Dohna-Schlobitten. Aus Leinengarn geknüpft, geben ihm Fischbeinstäbe Halt. Das plastisch ausgearbeitete, auffällig rot bemalte Hirschrelief sowie die auch bei Jagdbeuteln und -netzen verbreitete Knüpftechnik führten wohl zur Bezeichnung als Jagdhut.2EnglischSonderausstellung In Mode 2015Had with a red stag relief. The hat once belonged to the East Prussian counts Dohna-Schlobitten. Knotted with linen yarn, whalebone stays give it support. The modeled stag relief painted in a conspicuous red, as well as the knotting technique common to game pouches and hunting nets probably led to the designation of “hunting hat”. In Mode. Kleider und Bilder aus Renaissance und Frühbarock. Hrsg. von Jutta Zander-Seidel. Ausst.Kat. Germanisches Nationalmuseum. Nürnberg 2015, S. 129-130, 282-283 (technologische Angaben), Kat.-Nr. 67.Leonie von Wilckens: Geschichte der deutschen Textilkunst. Vom späten Mittelalter bis in die Gegenwart. München 1997, S. 144f.GNM Führer 1994, S. 212, Nr. 505.Vgl. Ausst. Kat. Deutsche im Osten. Geschichte, Kultur, Erinnerungen. Hg. von Deutsches Historisches Museum Berlin, München, 1994, Nr. 4/38.Ernst Königer: Zur Wiedereröffnung der Waffen- und Jagdsammlung im Germanischen Nationalmuseum Nürnberg. In: Waffen- und Kostümkunde 19, 1977, S. 40.Carl Grommelt, Christine von Mertens: Das Dohnasche Schloß Schlobitten in Ostpreußen (Bau- und Kunst- denkmäler des deutschen Ostens, Reihe B, 5). Stuttgart 1962, S. 270, 275, Abb. 222.97. Jahresbericht des GNM, 1951-1054, Nürnberg 1955, S. 23, Abb.12.Heinrich Kohlhausen: Geschichte des deutschen Kunsthandwerks, München 1955.Aukt. Kat. Lempertz, Dez. 1953, Kat. Nr. 438, Nr. 1353.Hertha Simon: Ein Jagdhut des 16. Jahrhunderts. In: Waffen- und Kostümkunde 6, 1937, S. 39 – 40.