Beschreibung
Russische Kosaken-Schaschka M 1927 der Kavallerie in typischer handschutzloser Ausführung mit Mosin-Nagant Bajonett. Leicht bogig geführte, einseitig geschärfte Klinge mit kurzer Fehlschärfe und markanter Hohlkehle. Hölzernes, schräggerilltes Heft ohne Gefäß mit Messingzwinge zur Klinge hin (Schlagmarke: seitenverkehrt „21“). Der Messingknauf für den Waffentyp charakteristisch in Vogelkopfform mit ausgeprägt hakenförmiger Silhouette, zentraler Öffnung zur Riemenbefestigung und feinflächiger Punktpunzierung. Das Seitengewehr aus geschwärztem Stahl, mit Bajonett-Befestigungssystem, vierkantiger Klinge und schraubenzieherförmig geschärftem Ort konnte auf das russische Masin-Nagant M91/30-Gewehr montiert werden. Am Seitengewehr Marke: „[Kyrillisches B und G (?)] 6572“. Geschwärzte, messingbeschlagene Holzscheide. Die alte Schaschka M 1881 aus der Zarenzeit diente als Vorlage für die im November 1927 eingeführte Schaschka M 1927, deren Klingenlänge auf 32 Zoll, ca. 81 cm festgelegt wurde. Das fast vollständige Fehlen von (kyrillischen) Abnahme-/Herstellermarken und sowjetischer Symbolik auf Schaschka und Scheide ist häufig bei erbeuteten Waffen der Wehrmachts-Kosaken festzustellen, die wegen ihrer antibolschewistischen Einstellung mit den Nationalsozialisten kooperierten und die sowjetische Staatssymbolik entfernten.