Beschreibung
Fernrohr mit schwarz lackierter Eisenmanschette zur Aufhängung im Stativ. Bezeichnet angeblich: "Reinfelder & Hertel" (?). Kleines Sucherfernrohr montiert an schwarz lackierter Eisenschelle. Fernrohr und Sucher jeweils mit Objektivdeckel. Vorne am Tubus verstellbares Ausgleichsgewicht. Ohne Stativ.
Gottlieb Reinfelder trat 1864 aus der Firma Steinheil aus, in der er als Mitarbeiter tätig gewesen war. Mit dem an der Münchener Universität lehrenden Privatdozenten Ph. Karl gründete er zunächst das Physikalischen Institut von "Karl & Reinfelder in München". 1867 eröffnete er schließlich sein eigenes Unternehmen als "Optische Anstalt von G. Reinfelder in München". Im selben Jahr trat Wilhelm Hertel (1837-1893) als Partner in das Reinfeldersche Unternehmen ein, das nun den Namen "Reinfelder & Hertel in München" trug. Um gegenüber den Firmen Merz und Steinheil kokurrenzfähig zu sein, bezogen sie günstiges Glas aus Frankreich und konnten zu deutlich besseren Konditionen Gebrauchsoptik, kleine und mittlere Fernrohre und fein-optische Produkte anbieten. Nach dem Tod Hertels 1893 führte Reinfelder die Werkstatt zunächst mit einem Sohn, danach mit Paul Zschokke (1853-1932) als Teilhaber weiter.