Hallo welt!
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http://objektkatalog.gnm.de/objekt/Musterkarton der Vereinigten Leonischen Fabriken NürnbergZ2171Kunsthandwerk II (1500-1800)1um/nach 1900<results><lido:eventPlace xmlns:lido="http://www.lido-schema.org" lido:type="" lido:sortorder="1"><lido:displayPlace xml:lang="de">Nürnberg</lido:displayPlace></lido:eventPlace></results>Dieser Datensatz hat noch kein Proviso.<XmlDescription><BuildingId>15</BuildingId><BuildingDescription>15 Blaues Tor</BuildingDescription><FloorId>2</FloorId><FloorDescription>1.OG</FloorDescription><RoomId>01</RoomId><RoomDescription>Zunftaltertümer</RoomDescription></XmlDescription><results><lido:objectMeasurementsSet xmlns:lido="http://www.lido-schema.org" lido:sortorder="1"><lido:displayObjectMeasurements xml:lang="de">L. 30 cm, B. 30 cm, H. 6 cm</lido:displayObjectMeasurements><lido:objectMeasurements/></lido:objectMeasurementsSet></results><results><lido:eventMaterialsTech xmlns:lido="http://www.lido-schema.org" lido:sortorder="1"><lido:displayMaterialsTech xml:lang="de">Pappe; Metallfolie; versilbertes und versilbert-vergoldetes Kupfer; Textil</lido:displayMaterialsTech><lido:materialsTech/></lido:eventMaterialsTech></results>UnvollständigDer Innenraum des flachen, annähernd quadratischen Kartons ist in sieben langrechteckige Kompartimente aufgeteilt, in denen unterschiedliche Knäuel und Kränze an leonischem Draht untergebracht sind. Die Knäuel lassen sich in zwei Gruppen unterschiedlicher Größen unterscheiden. Das kleinere Format mit ca. 3,2 cm Höhe und 3,4 cm Durchmesser ist mit sieben Mal Silberdraht und zwei Mal Golddraht zu jeweils unterschiedlichem Fadendurchmesser vertreten. Vom größeren Knäuelformat zu 5,5 cm Höhe und 5,5 cm Durchmesser sind acht Stück vorhanden. Bei diesen unterscheiden sich nicht nur die Fadendurchmesser, sondern auch die Art des Lahns: Goldlahn, Silberlahn, Gold-Silberlahn, farbig gestreifter Lahn, gebläuter Lahn, usw (Lahn ist geplätteter leonischer Draht). Darüber hinaus finden sich in einem Kompartiment drei Kränze silberner und zwei Kränze goldener Leonischer Draht. Im mittleren Kompartiment sind drei flache Deckeldosen von ca. 2 cm Höhe und 6 cm Durchmesser aus Pappe. Deren Korpus ziert ein auffälliges polychromes Rautenmuster. Auf den Deckeln sind jeweils ein Pfau mit aufgestelltem Rad als Firmenzeichen und die Inschrift "Trade-Mark / 2 / Registered No 673" abgedruckt. Die Aufdrucke sind bei zwei Dosen rot und bei der dritten schwarz. Diese Farben markieren unterschiedliche Produkte. In den beiden Dosen mit rotem Aufdruck sind ein intensiv golden glänzender Leonischer Draht und ein fast weiß glänzender silberner Leonischer Draht. Beide Drähte sind zu einem Kranz gebunden. In der dritten Dose mit dem schwarzen Deckelaufdruck sind demgegenüber einfache scheibenförmige Flitter mit mittiger Lochung in großer Zahl. Deren Durchmesser variieren genauso, wie ihre Farbigkeit changiert: Neben goldenen, silbernen finden sich auch beispielsweise auch bläuliche. Die Außenseite des Kartons, dessen Deckel fehlt, ist mit rotgolden schimmerndem und flächig rautenförmig geprägtem Goldpapier bzw. Goldfolie beklebt. Wegen des fehlenden Kartonsdeckels ist die Herkunft und Zweckbestimmung des Ensembles nicht direkt am Objekt abzulesen. Es wurde jedoch bei der Eingangsregistrierung des Museums als "Original-Musterkarton der Beckh'schen Leonischen Drahtfabrik Nürnberg" bezeichnet. Diese Angabe geht vermutlich auf die Schenkerin Gertrud Beckh-Fischer, ebnso wie die Information, der Karton stamme aus dem Nachlass von Sophie Beckh, Diese war Ehefrau des 1928 verstorbenen Theodor Beckh, eines der letzten Direktoren der "Vereinigten Leonischen Fabriken Nürnberg". Der Musterkarton kann damit nicht nur auf Grund der Schenkerangabe, sondern auch familiengeschichtlich in dieses Unternehmen nachverfolgt werden. Das seit Gründung durch Georg Adam Beckh im Jahr 1840 familiengeführte Unternehmen ging 1917 im Zusammenschluss mit örtlichen Konkurrenzunternehmen zur "Leonische Werke Roth-Nürnberg AG" auf.Weiterführend: Herbert Aaagard: Drahtzieher. In: Reinhold Reith (Hrsg.): Das alte Handwerk. München 2008, S. 60-64; Friedrich Lütge: Beiträge zur Geschichte des Edelmetallgewerbes in Nürnberg und Wien. In: Otto Brunner u. a. (Hrsg.): Festschrift Hermann Aubin zum 80. Geburtstag, Bd. 1. Wiesbaden 1965, S. 336-357; Max Beckh: Die Nürnberger echte und leonische Gold- und Silberdrahtindustrie (Statistische und Nationalökonomische Abhandlungen insbesondere Arbeiten aus dem Statistischen Seminar der Universität München, 9). München 1917; L. C. Beck: Die Fabrikindustrie Nürnbergs. Nürnberg 1899, S. 506-522, bes. S. 521.Schindler, Thomas: Es ist nicht alles Gold oder Silber, was glänzt. Blicke in und über einen Musterkarton der "Vereinigten Leonischen Fabriken Nürnberg" hinaus. In: KulturGUT Heft 49, II/2016 (S. 11-13; dort mit FALSCHER Inv.Nr. Z 2174).Sie finden das Objekt in der Dauerausstellung mit der Nummer 4: Dauerausstellung Medizin und Handwerk
