Titel
Thronende Muttergottes
Allgemeine Bezeichnung
Figur aus Lindenholz
Inventarnummer
Pl.O.313
Sammlung
Skulptur bis 1800
Herstellungsort
Oberbayern; Ober-Bayern, ID: 7004398;
Herstellungsdatum
um 1200
Maße
H. 54 cm; B. 15 cm; T. 12 cm
Material und Technik
Lindenholz - massiv, rückseitig abgeflacht, ursprünglich farbig gefasst, erheblich beschädigt
Vitrinentext
Die streng hierarchische, axial-frontale Komposition der Madonna folgt dem byzantinischen Typ der Nikopoia. Zusätzlich ist die Strenge von der Parallelführung der Hände Mariens und Christi gesteigert. Die starre, formelhafte Naturferne ist bildhafter Ausdruck der unnahbaren Macht der Gottheit, aber auch Mittel der Transzendenz. Mit dem Buch wird Christus als Mensch gewordenes Wort Gottes bezeichnet.

Beschreibung
Maria hält das Kind zwischen den Knien und legt die linke Hand an dessen linken Oberschenkel. Die rechten Hände von Mutter und Kind waren segnend erhoben.
Literatur
Zander-Seidel, Jutta und Kammel, Frank Matthias: Mittelalter. In: Germanisches Nationalmuseum. Führer durch die Sammlungen. Nürnberg 2012, (S.39-62), S. 52.
Stafski, Heinz: Die Bildwerke in Stein, Holz, Ton und Elfenbein bis um 1450 (Die mittelalterlichen Bildwerke Bd. 1). Nürnberg 1965, S. 23, Abb. Nr. 5.
Schürer. Ralf: Spätantike Wurzeln. Rom und Byzanz. In: Mittelalter. Kunst und Kultur von der Spätantike bis zum 15. Jahrhundert, Nürnberg 2007, S. 39--40.
Kammel, Frank Matthias.: Marienbild und Altarfigur. In: Mittelalter. Kunst und Kultur von der Spätantike bis zum 15. Jahrhundert, S. 139--149, S. 140--141, Abb. 128.
Mittelalter. Kunst und Kultur von der Spätantike bis zum 15. Jahrhundert (Die Schausammlungen des Germanischen Nationalmuseums, Bd. 2). Nürnberg 2007, S. 40, 140, 142, 404, Kat. 205, Abb. 128.