Titel
Die Geschichte der Judith
Allgemeine Bezeichnung
Gemälde
Inventarnummer
Gm303
Proviso
Leihgabe der Bayerischen Staatsgemäldesammlungen München - Alte Pinakothek
Sammlung
Gemälde bis 1800
Herstellungsort
Nördlingen
Herstellungsdatum
2. Hälfte 16. Jahrhundert (1550-1599)
Hersteller
Kopist nach Hans Schäufelein
Maße
H: 57 cm; B: 105 cm
Material und Technik
Malerei auf Leinwand
Vermerk am Objekt
Beschriftung: (Rückseite? - auf Goldkarton genagelt)

Beschreibung
Die jüdische Heldin Judith rettete die Stadt Bethulia und das Volk Israel, indem sie ins Lager der die Stadt belagernden Assyrer ging, ihren Feldherrn Holofernes trunken machte und tötete. Das Gemälde schildert die Ereignisse. Von Ninive, der Residenz des Nabukadnezar, bewegt sich der feindliche Heereszug in Richtung Bathulia. Burgen gehen in Flammen auf, kleinere Gefechte finden statt. Feindliche Späher und Wachposten haben die Stadt Bethulia bereits erreicht. Achior, der Holofernes von dem Kriegszug abriet, ist zur Strafe an einen Baum gebunden, um das Schicksal der Stadt zu teilen. Judith macht sich in festlicher Kleidung mit einigen Frauen ins Lager der Philister auf. Holofernes, im Kreis seiner Ratgeber, empfängt sie huldvoll vor seinem Zelt. Es gibt ihr zu Ehren ein Fest. Während die Soldaten bezecht darniederliegen, tritt Judith mit dem abgeschlagenen Haupt des Holofernes aus dessen Zelt und steckt es in einen von ihrer Magd Abra bereitgehaltenen Sack. Die Juden machen einen Ausfall aus der Stadt und schlagen das führerlose Heer der Assyrer in die Flucht. Schrifttafel, Monogramm und - oben im Bild - zweizeilige Inschrift (s.u.).
Literatur
Kat.Slg. Oettingen-Wallerstein 1819, S. 117, Nr. 18; 1826 u. 1827, Nr. 226. - Landauerbrüderhaus 1840 - 1860, Nr. 164. - Waagen 1843, S. 214, Nr. 164. - Ders. 1862, S. 236. - Lotz 2, 1862, S. 347, Nr. 164. - Moritzkapelle 1878 u. 1880, Nr. 139. - Kat. 1882, Nr. 201; 1885, Nr. 206. - Woltmann u. Woermann 1882, S. 402. - Janitschek 1890, S. 373, Anm. - Thieme 1892, S. 51, !53 - 154. - Kat. 1893, Nr. 230. - W. Schmidt 1893, S. 306. - Kat. Braune 1909, Nr. 303. - Kat. Lutze u. Wiegand 1937, S. 163. - Goldberg 1990, S. 43, Farbabb. 21. - Kurt Löcher: Germanisches Nationalmuseum: Die Gemälde des 16. Jahrhunderts. Stuttgart 1997, S. 438 - 440. - Christof Metzger: Hans Schäufelin als Maler. Berlin 2002, S. 348, 350.