Titel
Bodenfliese aus dem Zisterzienserkloster Heilsbronn
Allgemeine Bezeichnung
Bodenfliese aus Ton (von zwei; A37, A38)
Inventarnummer
A37
Sammlung
Bauteile
Herstellungsort
Mittelfranken;
Herstellungsdatum
um 1440/50
Fundort
Maße
L. 15 cm; B. 15 cm
Material und Technik
Ton, gebrannt und grün glasiert
Vitrinentext
Nördlich der Alpen sind Bodenfliesen seit dem 9. Jh. bekannt. Sie wurden zunächst fast ausschließlich in Klöstern, im Spätmittelalter dann auch von städtischen Handwerkern hergestellt. Schmuckfußböden zierten Kirchen sowie repräsentative Räume in Klöstern, Burgen und Häusern des Patriziats und des hohen Klerus. Die Dekoration entstand mittels Formen, Modeln oder Stempeln.

Beschreibung
Bodenfliese aus grobkörnigem, gebranntem Ton, grün glasiert, mit Fabeltier in flachem Relief.
Literatur
Hefner-Alteneck, J.H.von: Trachten des christlichen Mittelalters. Nach gleichzeitigen Kunstdenkmalen hrsg. unter Mitwirkung von Ph. Veit, J. D. Passavant, Graf F. Pocci u.a. Bd. 2. Frankfurt/Darmstadt 1840-54, S. 173.
Haßler, Konrad Dieterich: Schwäbische Fliese. In: Verhandlungen des Vereins für Kunst und Altertum in Ulm und Oberschwaben, Bd. 14, 1862, (S. 1--8), S. 6, 8, Taf. III, Nr. 6--7.
Essenwein, August: Katalog der im germanischen Museum befindlichen Bautheile und Baumaterialien aus älterer Zeit. Nürnberg 1868, Nr. .
Essenwein, August: Kunst- und kulturgeschichtliche Denkmale des Germanischen National-Museums. Eine Sammlung von Abbildungen hervorragender Werke aus sämtlichen Gebieten der Kultur. Leipzig 1877, Taf. 24, Nr. 5-6.
Kammel, Frank Matthias: Ornament und Bildmagie. Mittelalterliche Bauskulptur. In: Mittelalter. Kunst und Kultur von der Spätantike bis zum 15. Jahrhundert (Die Schausammlungen des Germanischen Nationalmuseums, Bd. 2). Nürnberg 2007, S. 199, 201, 217, 417, Kat. 333, Abb. 182.
Klein, Almuth: Moral und Divertimento. Fabelwesen in Raumausstattungen. In: Monster. Fantastische Bilderwelten zwischen Grauen und Komik. Ausst.Kat. Germanisches Nationalmuseum. Nürnberg 2015, (S. 157-167), S. 164, außerdem S. 461, Nr. 1.74.