Allgemeine Bezeichnung
Botenrolle aus bemaltem Buchenholz
Inventarnummer
HG9971
Sammlung
Kunsthandwerk II (1500-1800)
Anzahl der Teile
1
Herstellungsort
Nürnberg
Herstellungsdatum
um 1600
Maße
H. 38,8 cm; Dm. 5,1 cm
Material und Technik
Buchenholz, gedreht, grün gebeizt
Beschreibung
"Die hölzerne Botenbüchse mit abnehmbarem Deckel zeigt in der Mitte das Wappen der Reichsstadt Nürnberg. Die beiden männlichen Figuren darüber und darunter sind nach der um 1600 üblichen spanischen Mode gekleidet, allerdings vorwiegend in den Nürnberger Farben Weiß und Rot. Als Wappenherolde verkörpern sie mit dem Schwert in der Hand die reichsstädtische Hoheitsgewalt. Derartige Büchsen gehörten zu den Erkennungszeichen landesherrlicher und städtischer Boten." Aus: Ausst. Kat. "Bayern-Italien" 2010, S. 127 (Michael Neider).
Literatur
Stephan, Heinrich von: Das Verkehrsleben im Altertum und im Mittelalter. Goslar/Braunschweig 1966, S. 119 Link zur Bibliothek
Zwei Jahrtausende Postwesen: Vom cursus publicus zum Satelliten. Hg. von der Organisationsgemeinschaft Schloss Halbturn. Ausst. Kat. Halbturn 1985, Abb. S. 69, S. 25-29, S. 41-50. Link zur Bibliothek
500 Jahre Post. Ausstellung anlässlich der Wiederkehr der Anfänge der Post in Mitteleuropa 1490-1990. Hg. von Martin Dallmeier und Erwin Probst. Ausst. Kat. Regensburg 1990, S. 335.
Diefenbacher, Michael: Botenwesen. In: Diefenbacher, Michael / Endres, Rudolf (Hgg.): Stadtlexikon Nürnberg, 2. Aufl., Nürnberg 2000, S. 152-153. Link zur Bibliothek
Die Kaisermacher. Frankfurt am Main und die Goldene Bulle. 1356-1806. Ausst. Kat. Frankfurt 2006, S. 266, Nr. B 297. Link zur Bibliothek
Bayern - Italien. Ausst. Kat. ehemaliges Kloster St. Mang; Maximiliansmuseum, Augsburg; Staatliches Textil- und Industriemuseum, Augsburg. Augsburg 2010, S. 127, Nr. F 57 (Michael Nadler). Link zur Bibliothek
Via Regia. 800 Jahre Bewegung und Begegnung. Katalog anläßlich der 3. Sächsischen Landesausstellung "via regia - 800 Jahre Bewegung und Begegnung", Staatliche Kunstsammlungen Dresden, Görlitz, 21. Mai bis 31. Oktober 2011, im Auftr. der Staatlichen Kunstammlungen Dresden hrsg. von Roland Enke und Bettina Probst. Dresden 2011