Titel
Rahmen eines Reliquiendepositoriums
Allgemeine Bezeichnung
Rahmen aus Lindenholz
Inventarnummer
KG1042
Sammlung
Skulptur bis 1800
Herstellungsort
Süddeutschland; wohl München
Herstellungsdatum
um 1760/70
Material und Technik
Lindenholz - farbig gefasst und vergoldet
Standort
Dauerausstellung Renaissance, Barock, Aufklärung
Beschreibung
Tafelreliquiar auf Füßchen; im Wesentlichen hochoblonge, mit Blüten garnierte Rocaille-Rahmung mit angesetztem Kasten.
Vitrinentext
Das Reliquiar präsentierte ein verlorenes Arrangement aus Reliquien, Silberdraht, Wachs und künstlichen Steinen. Solche "Kastenbilder" wurden in Nonnenklöstern gefertigt. Rocaillen, muschelähnliche Ornamente, prägen die Rahmenform. Vergoldung und Farbfassung imitieren Goldschmiedearbeiten und kostbares Porzellan. In Kombination mit passenden Leuchtern dienten solche Reliquienbehälter als Festschmuck von Altären.

Frame of a Reliquary. .Limewood, polychromed and gilded. The reliquary presented a lost arrangement of relics, silver wire, wax and artificial stones. Such "reliquary boxes" were produced in convents. Rocaille, shellwork ornamentation, defines the shape of the frame. Gilding and polychrome imitate goldsmith work and precious porcelain. Combined with suitable candelabra, such a reliquary would serve as a festive decoration for an altar.

Literatur
Lisa Eckstein: Ein Reliquienrahmen aus der Zeit des Rokoko. Untersuchungen zur originalen Polychromie. In: VDR-Beiträge zur Erhaltung von Kunst- und Kulturgut, H. 1, 2011, S. 57--63. Link zur Bibliothek
Renaissance. Barock. Aufklärung. Kunst und Kultur vom 16. bis zum 18. Jahrhundert. (Die Schausammlungen des Germanischen Nationalmuseums, Bd. 3) Nürnberg 2010, S. 135, 319, Abb. 106. Link zur Bibliothek

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