Allgemeine Bezeichnung
Weihrauchfass
Inventarnummer
KG713
Sammlung
Kunsthandwerk I (bis 1500)
Herstellungsort
Italien;
Herstellungsdatum
Ende 12./ Anfang 13. Jh.
Maße
H. 16,8 cm; D. 10,1 cm
Material und Technik
Kupferlegierung, gegossen
Vitrinentext
Der duftende Rauch, der bei der Verbrennung des Weihrauchharzes entsteht, war schon in antiker Zeit und im jüdischen Ritus Zeichen der Verehrung. Das Christentum übernahm diesen Brauch in seine Gottesdienste. Der Weihrauch wurde unter anderem mit den Gebeten der Gläubigen verglichen, die zu Gott steigen. Geräte zur Verbrennung des Weihrauchs, die Weihrauchfässer, gehörten zur obligatorischen Ausstattung jeder Kirche.

Literatur
Witte, Fritz: Thuribulum und Navicula in ihrer geschichtlichen Entwicklung. In Zeitschrift für christliche Kunst 23, 1910 (Sp. 101-112, 139-152, 163-174), Sp. 149-150, Abb. VIb
Braun, Joseph: Das christliche Altargerät in seinem Sein und in seiner Entwicklung. München 1932, S. 613, Abb. 516. Link zur Bibliothek
Mittelalter. Kunst und Kultur von der Spätantike bis zum 15. Jahrhundert (Die Schausammlungen des Germanischen Nationalmuseums, Bd. 2). Nürnberg 2007, S. 160, 406, Kat. 223, Abb. 385. Link zur Bibliothek
Mende, Ursula: Die mittelalterlichen Bronzen im Germanischen Nationalmuseum. Bestandskatalog. Nürnberg 2013, Kat. 41 Link zur Bibliothek
Westermann-Angerhausen, Hiltrud: Die Weihrauchfässer (Bronzegeräte des Mittelalters, Bd. 6; in Vorbereitung).