Beschreibung
Vollständige japanische Rüstung. Der Brustschutz aus Lamellen aus Kupferplatten, die mit Schnüren verbunden sind.
Siehe hierzu die sehr gut erklärte Darstellung mit Zeichnung bei: http://www.welt-der-samurai.de/ruestung.html:
"Die in Japan entwickelten Rüstungen waren im Durchschnitt, mit etwa 9-15 kg, leichter als die europäischen Harnische und Plattenrüstungen. Allerdings brachten es einige O-Yoroi schonmal auf knapp 30 kg. Durch das geringe Gewicht der Panzerung konnte der Kämpfer sogar steile Hänge oder Mauern erklimmen oder im Notfall durch einen Fluss schwimmen.
Die teilweise überaus farbenprächtigen und fantasievollen Rüstungen waren so gefertigt, das sie sich optimal dem Körper anpassten und den Krieger größtmögliche Freiheit in der Handhabung seiner Waffen ließ.
Sie bestanden meist aus Lamellen, die von Leder oder Seidenschnüren zusammen gehalten wurden. Die verwendeten Materialien waren sowohl gehärtete Bleche, Kettengeflecht, gehärtetes Leder, verschiedenste lackierte Materialien und fest gewebte, mehrlagige Stoffe.
An Stellen, die besonders geschützt werden mussten, waren zur Verstärkung kleine Metallplättchen, Stahl-Lamellen oder auch feinstes Kettengeflecht eingearbeitet.
Die einzelnen Rüstungs-Teile waren nur durch Bänder miteinander verbunden, wodurch sie sich bei jeder Bewegung übereinander schieben konnten. Für eine einzige Rüstung wurde bis zu 300 Meter Schnur benötigt. Rüstungs-Bänder wurden sehr fest geflochten und zusätzlich gewässert, was sie noch robuster machte. Die Farben der Schnüre gaben unter anderem Auskunft über die Clan-Zugehörigkeit, so war zum Beispiel Violett die Farbe des Kaiserhauses."