Beschreibung
Ein verzweifeltes Paar sucht sich gegenseitig zu stützen und zu trösten. Der Mann umfängt den Oberkörper der Frau, während die Frau ihre linke Hand auf die Schulter und ihre rechte auf den Kopf des Mannes legt. Beider Gesichter sind vom Schmerz gezeichnet, der Mund jeweils klagend geöffnet. Vertiefte Umschrift: TERROR GLOBAL 2003, unten die Initialen Ev H sowie auf der Rückseite gepunzt GUSS HANN.
In kräftigem Relief heben sich die Personen vom Medaillengrund ab. Während die Köpfe und auch der Oberkörper der Frau recht genau wiedergegeben sind, verschmelzen im unteren Teil des Bildes die Körper von Mann und Frau, begrenzt vom Rund der Medaille. Die Bildhauerin lenkt den Blick auf die ausdrucksstarken Köpfe und die stützenden, tröstenden und beruhigenden Hände. Nach eigener Aussage ist diese Medaille eine Reaktion der Künstlerin auf die Nachricht des Terroranschlags in Madrid am 11. März 2004, exakt zweieinhalb Jahre nach dem Terroranschlag in New York. Innerhalb einer Viertelstunde erfolgte eine Serie von Explosionen auf Bahnhöfen und in Vorortzügen im morgendlichen Berufsverkehr. Evelyn Hartnick schreibt dazu: Die „neuartigen Kriegsformen, welche jeweils unschuldige Menschen treffen, Angst und Schrecken verbreitend die Gesellschaft der gewohnten Sicherheit berauben, bewegen mich stark“. Eine Jury wählte die Medaille für die Begleitausstellung zum internationalen Medaillenkongress FIDEM 2004 in Seixal, Portugal, aus.