Titel
Marienkrönung
Allgemeine Bezeichnung
Relief aus Holz
Inventarnummer
Pl.O.2533
Sammlung
Skulptur bis 1800
Anzahl der Teile
1
Hersteller
Werkstatt des Ignaz Günther
Ignaz Günther (1725-1775); geb. 1725 in Altmannstein (Oberpfalz); erste Ausbildung beim Vater, Johann Georg Günther, ab 1743 Schüler und Mitarbeiter des Johann Baptist Sträub (vgl. Maué Kat.Nr. 131) in München; ab 1750 Wanderjahre (Salzburg, Mannheim- Werkstatt Paul Egells-Mähren); 1753 Schüler der Wiener Akademie; Ende 1753 in München, wo ihm 1754 Hofschutz gewährt wird; gest. 1775 in München (Meister [ Bildhauer in Holz; vor allem für kirchliche Auftraggeber in München und Oberbayern tätig; Hauptwerke u.a.: Altarausstattung der Klosterkirche Rott am Inn (ab 1760), Schutzengelgruppe im Münchner Bürgersaal (1763), Prozessionsgruppen in Weyarner Klosterkirche (1764); neben Straub (den er an pointiertem Ausdruck und Eleganz übertrifft) bedeutendster Bildhauer des Münchner Rokoko])
Herstellungsdatum
um 1770-1775
Herstellungsort
Oberbayern ID: 7004398 (Oberbayern ID: 7004398)
Maße
H. 80 cm; B. 50 cm; T. 9,5 cm
Material und Technik
Tafel: Fichte, vier stumpf verleimte Bretter unterschiedlicher Breite mit vertikalem Faserverlauf; (Picea sp., schlechte Holzqualität mit eingewachsenen Ästen und Harzgallen), Rahmenornamente Linde (Tilia sp.) - erhabene Teile der Rahmenornamente aufgedoppelt; zwei nach links konisch zulaufende, gegratete Einschubleisten auf Rückseite (rechts ca. 1 cm über Tafel hinausstehend); Figuren aus zehn Werkstücken (verleimt und auf Tafel gedübelt); Anordnung der Figuren auf Tafel korrespondiert mit Formen und Ausbuchtungen der begrenzenden Rahmenornamente; Wolkenränder dort wo sie Rahmen berühren oder überlappen, an dessen Profil angepaßt; abgeflachte untere Voluten (zur besseren Standfestigkeit), je mit Zapfenloch zur Befestigung der Tafel auf Untergrund; Faltenwürfe kantig geschnitzt, Körper- und Wolkenformen weich; Grundierung von Figuren und Tafelfläche mit Öl- oder Halbölgrund, Rahmen und Strahlenkranz der Taube mit Leim-Kreidegrundierung; Metallauflagen auf Figuren unpoliert (waren durch unpolierbare Grundierung wohl schon matt vorgesehen), Vergoldungen auf Strahlenkranz der Taube und Rahmen poliert; gestupfte Farbe auf farbigen Partien, Oberfläche erscheint körnig und matt