Allgemeine Bezeichnung
Paradewaffe / Zeremonialwerkzeug zum Böllerschießen / Stechaxt mit eingebauter Steinschloßpistole als Schaustück der Zimmerleute
Inventarnummer
Z2161
Sammlung
Kunsthandwerk II (1500-1800)
Herstellungsort
deutsch (?);
Herstellungsdatum
18. Jh. (?)
Maße
L.: 94 cm, H. Axtkopf 29,5 cm
Material und Technik
Stahl, geschmiedet; Holz gebohrt, gedrechselt, geschnitzt, gekerbt, geschnitten
Beschreibung
Flacher, rechteckiger Stiel mit vorne eingebautem Schloß und Lauf, der durch den rechteckigen Axtkopf läuft. Der Kopf besteht aus einem rechteckigen Haus und einem rechteckigen, schmalen Bart. Auf dem Bart eingepunzte Initiale "F" in Ring. Die Schauteile des Schlosses sind mit Blattwerk graviert, der Stiel flächig mit Brandmalerei in Form von Taijis (europäische Variante) geometrischem Flechtwerk und Blattranken. Am hinteren Abschluß des Schlosses ist der Stiel schauseitig als reliefierter Drachenkopf mit herausgestreckter Zunge gearbeitet. In der Verlängerung der Zunge ein ebenfalls als flaches Relief gerabeiteter, schwebender Putto mit Stechzirkel in der linken und Winkel in der rechten Hand.
Vermerk am Objekt
Beschriftung: Initiale "F" in Ring (18. Jh. (?), Bart)

Literatur
Schindler, Thomas: Kombinationswaffe einer Zimmerleutezunft, sog. Handböller. In: Zünftig! Geheimnisvolles Handwerk 1500-1800. Hrsg. von Thomas Schindler, Anke Keller, Ralf Schürer. Ausst.Kat. Germanisches Nationalmuseum. Nürnberg 2013, S. 252, Kat.Nr. 4.39.
Bernt, Walter: Altes Werkzeug, München 1939, S. 144, Abb. 148.