Titel
Silberspritze mit Spatel im Futteral
Allgemeine Bezeichnung
Medizinisches Instrument; Spritze
Inventarnummer
WI1824
Sammlung
Wissenschftl. Instr.-Waffen-Pharmazie
Herstellungsdatum
17. Jh. / 18. Jh.
Hersteller
Meister CL (?)
Meister OL (?)
Maße
L. der Spritze geschlossen: 13,7cm (ausgezogen ca. 22,7 cm); L. der Einsatzröhre 9 und 9,6 cm
Material und Technik
Silber, teils graviert und geschwärzt, teils guillochiert, partiell vergoldet. Pappe, Leder
Beschreibung
Mit zwei Einsatzröhren/Spritzennadeln und einem Salbenspatel, im zugehörigen Futteral. Funktion unklar, wohl Klistiergerät. Auf dem Spatel beidseitig figürliche Darstellungen mit Umschrift: 1) Gärtner vor grünendem Baum ("Was du nicht thust zu Rechter Zeit, da ist umbsonst müh und Arbeit"). 2) Gärtner, der einen verdorrten Baum wässert ("Er ist zu Dür nun hilfft kein gießen, Zu Spate mittel thun nichts erpriesen"). Silberschmiedemarke, wohl Monogramm CL oder OL. Ein sehr ähnliches Exemplar der Spritze mit identischer Meistermarke wohl in Privatbesitz: http://phisick.com/item/german-17th-century-silver-syringe/
Literatur
Ernst Königer: Aus der Geschichte der Heilkunst. München 1958, Taf. 39. Link zur Bibliothek
Geerto Snyder: Instrumentum medici. Der Arzt und sein Gerät im Spiegelbild der Zeiten. Ingelheim 1972, S. 130, Abb. 106. Link zur Bibliothek