Beschreibung
Teil der "Österten Tracht". Halsreif mit angesetztem Bindenband ("Binnenbäind“) aus 15,5 breiten Bändern in Dreiecksform, unten angesetzte geknüpfte Fransenborte. Die unteren Enden (genannt: Blank) sind innen mit Karton verstärkt und mit Perlenstickerei in Schwarz, Blau und Grün verziert. Der Reif innen mit Samt bezogen, seitlich mit Schlingenborte besetzt, mit Haken und Öse zu schließen. Das schwarze Bindenband wurde während der Trauerzeit zur Sonntagstracht getragen und ersetzte das sonst übliche Krallenband, das an die Bernsteinkette (Krallen= Bernstein) gebunden wurde. Die Schmuckschleife wird über den Rücken bis zur Hüfte getragen, darüber eine in der hinteren Mitte offene Halskrause.
Heimische Näherinnen (auf plattdt. "Nahsche") fertigten diese Stücke und die Mützen an und führten die Perlstickerei aus.
(Information 2017 von Henning Dormann, Bad Nenndorf)
Das vorliegende Band wurde in Halbtrauerzeiten getragen (Stickerei in Blau und Schwarz). Vermutlich mit so genanntem Rosenband gearbeitet.
(Infomation 2017 von Jürgen Sturma)