Titel
Hängekrüsel
Allgemeine Bezeichnung
Beleuchtung; Öllampen
Inventarnummer
BA592
Sammlung
Volkskunde-Spielzeug-Judaica
Herstellungsort
Norddeutschland (?)
Maße
H. 11,3 cm (Ohne Haken)
Material und Technik
Messing, Eisen
Beschreibung
Das Hängekrüsel besteht aus einem größeren und einem kleineren rechteckigen flachen Schälchen mit jeweils ausgußähnliche geformten Ecken. An dem kleineren Schälchen ist ein 6,9 cm langes und 2,6 cm breites Stück Messingblec im 90 Grad-Winkel angenietet. Ein ebenfalls annähernd im 90 Grad-Winkel am größeren Schälchen befestigtes Messingblechstück, welches sich zum Ende hin leicht verjüngt, biegt sich im oberen Teil nach innen. Ein Haken, am inneren Messingblechstück des größeren Schälchens dient zum Einhängen des kleineren Schälchens. Im gebogenen Ende des Messingblechstückes befindet sich ein Loch, in dem ein doppelter Haken mit einer Kette und einem langen Haken aus Eisen eingehängt ist. Die Rückseite des Messingblechstückes der größeren Schale zeigt Gravuren. Zur Herkunft: Das in Norddeutschland bis weit ins 19. Jh. verbreitete Krüsel stammt ursprünglich von dem im Altertum verbreitetem Öllämpchen ab. In seiner einfachsten Form besteht es aus zwei Schalen mit aufgebogenen Ecken, in denen der Docht liegt. Mit einem Haken versehen wird es auch an die Wand gehängt. Als Brennflüssigkeit wurde entweder Fischtran oder Rübenöl verwendet. Ehemals: Flett (zum Niedersachsenhaus) - 1902 -
Literatur
Wietek, Gerhard; Altes gerät für Feuer und Licht. Oldenburg/Hamburg 1964.