Beschreibung
Katzenkopfschloss; das Truhenschloss ist für die Anbringung an der Innenseite der Truhe konstruiert, die Mechanik liegt zum größten Teil offen. Ein Teil ist mit einem gebuckelten und gepunzten Blech abgedeckt. Das Schlossblech besitzt einen geschweiften Abschluss, der spitz ausläuft. Das ovale Eingerichte ist von den Federn umschlossen. Auf dem Schlossblech sind das Eingerichte, die Fallen und die Feder mittels Niete befestigt. Das Schloss ist mit zwei Hakenfallen versehen, die einen Haken im Schloss verriegeln. Fünf Löcher im Schlossblech dienten zum Aufschrauben an der Truheninnenseite. Der zugehörige Hohldornschlüssel besitzt ein achteckiges Gesenk und eine runde Reide. Der Schlüsselbart ist mit einem Bartreif sowie zwei Reifbesätzen ausgestattet. An der Richtscheibe befinden sich zwei Reife.
Zusammen mit der Feder, welche die Schließhaken zusammenpresst, ergibt sich bei einiger Fantasie der Umriss eines Katzenkopfes. Offensichtlich führte dieses häufig hergestellte Schloss auch zur Bezeichnung der Schlosser als "Katzenköpfe".
Bereits in der deutschen Ausgabe von Duhamel du Monceau wird dieser Typ der Mechanik als Katzenkopf (frz. penes en bords) bezeichnet.