Beschreibung
In der Mitte eines Holzgehäuses aus Kiefer, beidseitig kulissenartig flankiert von je 2 stark gebauchten Säulen, die hinterlegt sind mit schräggestellten, am äußeren Rand rundbogig ausgesägten Holzplatten, befindet sich eine sitzende Maria mit Kind. Von ihrem Sitz ist nur die schmale Sockelplatte sichtbar, die auf einem mit Baumrinde verkleideten Sockel in Gehäusebreite steht. Die Figur ist in Flachrelief aus Kiefer geschnitzt. Maria hält mit ihrer rechten Hand die Weltkugel, mit der linken umfasst sie das bekleidete Jesuskind, das auf ihrem linken Oberschenkel aufrecht steht. Beide tragen prächtige Kronen. Die Figur wird seitlich gerahmt durch dürre Ästchen mit aus Linde geschnitzten Blättern, die Baum oder Strauch symbolisieren. Darüber befinden sich zwei vollplastische Engelsfigürchen aus Lindenholz. Fast alle Teile des Altärchens sind gefasst: Ein dicker roter Farbauftrag überzieht das Äußere des Gehäuses. Maria, das Kind und die Engel sind rötlich, gelb und inkarnatfarben gefasst. Auf der Rückwand des Gehäuseinneren finden sich Spuren eines ursprünglich vorhandenen Goldgrundes. Eine Glasplatte in einer dafür vorgesehenen Nut verschließt die Gehäusevorderseite. Im Originalzustand befand sich auf der Gehäuseoberseite eine Bekrönung, die heute fehlt. Vorbild für den dargestellten Marientypus war die "Maria Culmensis", das Gnadenbild der Maria Kulmer Wallfahrt.
Ehemals: Egerländer Stube - 1901 -