Titel
Diana und Aktaeon
Allgemeine Bezeichnung
Gemälde, Kopie nach Joseph Heintz d. Ä.
Inventarnummer
Gm1296
Sammlung
Gemälde bis 1800
Herstellungsdatum
1600-1699
Hersteller
unbekannt
Maße
H. 106 cm, B. 16,5 cm (Pergamentgröße: H. 11,5 cm, B. 17,4 cm)
Material und Technik
Tempera auf Pergament
Beschreibung
Das Bild gibt eine Geschichte aus den Metamorphosen (III, 155-252) des Ovid, also den Verwandlungsgeschichten von Publius Ovidius Naso (43 v. Chr.-17. n. Chr.), wieder: Aktaeon beobachtet, das Verbot der jungfräulichen Jagdgöttin mißachtend, Diana mit ihren Nymphen beim Baden und wird zur Strafe in einen Hirsch verwandelt, der von den eigenen Hunden gejagt und zerrissen wird. Aktaeon ist war in die Bildmitte, nicht aber in den Mittelpunkt der Erzählung gerückt; diesen nehmen die Badenden ein. Der Betrachter wie Aktaeon überrascht die Fauen bei ihrer Toilette. Die Strafe für diesen 'verbotenen Blick' ist nur angedeutet: Diana, in der Frauengruppe am linken Bildrand, erblickt soeben den Fremdling, die Nymphe hinter ihr greift zum Bogen, Aktaeons Verwandlung beginnt.
Vermerk am Objekt
Beschriftung: "Van Blömart 16nd["nd" hochgestellt] siecle" (auf der Rückseite des Holzes)

Literatur
(Aukt.Kat.) Sammlung und Bibliothek eines Berliner Kunstfreundes. Internationales Kunst- und Auktions-Haus Berlin, Katalog Nr. 156 (Versteigerung vom 9. 5. 1933), Nr. 249 (Heintz). Link zur Bibliothek
Andreas Tacke: Die Gemälde des 17. Jahrhunderts im Germanischen Nationalmuseum. Mainz 1995, S. 349-350, Nr. 202 mit Abb. und mit weiterer, älterer Literatur. Link zur Bibliothek