Titel
Christian Friedrich Carl Graf von Giech (1729-1797)
Allgemeine Bezeichnung
Gemälde, Porträt
Inventarnummer
Gm1307
Sammlung
Gemälde bis 1800
Herstellungsort
Thurnau
Herstellungsdatum
1756
Hersteller
Tischbein, Johann Valentin d. Ä. (1715-1768)
Maße
H. 240,5 cm; B. 156,4 cm; Rahmenmaße: H. 260 cm; B. 185 cm; T. 8 cm
Material und Technik
Öl auf Leinwand
Standort
Dauerausstellung Renaissance, Barock, Aufklärung
Beschreibung
Das ganzfigurige Bildnis zeigt den Grafen im blauen Samtrock mit dem Stern des roten Adlerordens erster Klasse über einer weißen, goldbestickten Weste und roten Hosen in Schaftstiefeln mit Sporen. Er lehnt lässig an das Postament eines kannelierten Säulenschafts, auf dem ein Helm, ein Feldherrenstab und ein purpurner Hermelinmantel liegen. Am Handgelenk des ausgestreckten rechten Arms hängt ein Spazierstock. Hinter dem Porträtierten zeichnet sich eine Mauerbrüstung und der wolkige Himmel ab.
Vermerk am Objekt
Beschriftung: Friedrich Christian Carl Graf und Herr v. Giech / geb. d. 4. Juni 1729 in Buckau trat die Regierung an 1753 / des preuss. rothen Adler Ordens und des bayerl. Loewen Ordens Ritter/ vermaehlt 13. Septbr. 1753 zu König mit Auguste Friedr. Graefin/ von Erbach Schönberg/ legt die Regierung nieder den 27. Juli. starb den 28. Septembr. 1797. (Rückseite)

Vitrinentext
Der Künstler entstammt einer der bedeutendsten und größten deutschen Malerfamilien. Er war als Bildnis- und Dekorationsmaler tätig. Das Porträt des Grafen gehört zu den qualitätvollsten Werken Tischbeins. In Familienbesitz befindet sich ein Pendant, das die Gattin des Dargestellten zeigt. Dieser hatte eine Vorliebe für die bildenden Künste und führte in seiner Herrschaft Thurnau ein großzügiges Hofleben. Auf dem Gemälde trägt er den Stern des roten Adlerordens mit der Devise "Sincere et constanter": aufrichtig und standhaft.

Christian Friedrich Carl Count of Giech (1729-1797). Oil on canvas. The artist came from one of the most important and largest families of German painters. He was active as a painter of portraits and decorator of interiors. Tischbein's portrait of the Count is one of his best works. There is a companion piece of the Count's wife in the possession of the family. The count had a great liking for the visual arts and during his reign led an extravagant life at his court in Thurnau. In the painting he is wearing the star of the Order of the Red Eagle with the motto "Sincere et constanter": sincere and steadfast.

Literatur
Katalog der Gemälde des 17. und 18. Jahrhunderts im Germanischen Nationalmuseum zu Nürnberg. Bearbeitet von Eberhard Lutze. Nürnberg 1934, S. 73. Link zur Bibliothek
Zimmermann, E.: Neuerwerbungen der deutschen Malerei des 18. Jahrhunderts im Germanischen Nationalmuseum Nürnberg. In: Pantheon, Bd. 13, 1934, S. 180 mit Abb.
Lutze, Eberhard: Malerei des deutschen Barock und Rokoko. (Bilderbücher des Germanischen Nationalmuseums. Heft 2.) Nürnberg 1934, Abb. 39. Link zur Bibliothek
La moda in cinque secoli di Pittura. 200 opere di maestri d'ogni paese dal '400 all '800. Ausst. in Palazzo Madama in Turin. Turin 1951, Nr. 183, S. 94.
Solms, Ernestotto Graf zu: Johann Valentin und Johann Heinrich Tischbein in Laubach. In: Aus dem Schloss der Grafen Solms-Laubach, Bd. 7, Laubach 1958. Kurze Nennung S. 19. Link zur Bibliothek
Pezold, Uta von: Die Herrschaft Thurnau im 18. Jahrhundert. Diss. Kulmbach 1968, S. 17. Link zur Bibliothek
Renaissance. Barock. Aufklärung. Kunst und Kultur vom 16. bis zum 18. Jahrhundert. Hrsg. von Daniel Hess und Dagmar Hirschfelder. (Die Schausammlungen des Germanischen Nationalmuseums, Band 3) Nürnberg 2010, S. 334, 365, 467, Abb. 330. Link zur Bibliothek

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