Absolute Präzision
Ein Torquetum wurde zur Vermessung der Welt und des Himmels genutzt. Es zeigt modellhaft die Lage von Horizont und Äquator und dient zur Bestimmung des Sonnenstands - und damit der Zeit. Man verwendete Torqueten auch zur Berechnung von Längen, Höhen und Breiten. Dadurch ließen sich Sternpositionen genau bestimmen, man konnte aber auch die Höhe von Bergen oder Bauwerken ermitteln. Daneben wurde es, wie die meisten astronomischen Geräte, für astrologische Berechnungen eingesetzt.
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Ans Tageslicht geholt
Die Tannenberg-Büchse ist die älteste sicher datierbare Handfeuerwaffe Europas. Benannt wurde sie nach ihrem Fundort, der 1399 zerstörten Burg Tannenberg in Hessen. 1849 fand man sie dort während einer der ersten mittelalterarchäologischen Ausgrabungen in Deutschland. Sie lag in der Zisterne, die durch die Zerstörung der Burg verschüttet worden war. Dass die Anlage – ebenfalls durch Feuerwaffen – Ende des 14. Jahrhunderts vollständig in Schutt und Asche gelegt und nicht wiederaufgebaut wurde, erwies sich als Glück…

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Ein besonderes Geschenk
Wie viele Rüstungen in der Sammlung des GNM war dieser Plattenharnisch für das Turnier bestimmt. Er gehörte zu einer Serie von sechs gleichartigen Harnischen mit Zusatzstücken für verschiedene Disziplinen. In Auftrag gegeben hat ihn die sächsische Kurfürstin Sophie als Geschenk für ihren Ehemann, Christian I. von Sachsen. Der turnierbegeisterte Kurfürst hatte in seiner Dresdner Residenz eigens einen Platz für Reiterspiele bauen lassen, der 1591 fertiggestellt wurde. Zu Weihnachten jenes Jahres sollte…

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Eine versteckte Botschaft
Was einst in diesem Kästchen verwahrt wurde, ist heute nicht mehr bekannt. In solchen mit Eisenbeschlägen und Schlössern gesicherten Schatullen wurden im Mittelalter persönliche Wertgegenstände oder wichtige Urkunden aufbewahrt. Dass es sich beim Inhalt um Zeugnisse der Liebe handelte, lässt die Bildszene auf der Innenseite des Deckels vermuten. Doch könnte auch das Kästchen selbst eine Liebesgabe gewesen sein.
Die vier Figuren…

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Fingerübungen
Studienblätter wie dieses waren nie für das große Publikum bestimmt. Es waren Übungen, Überlegungen auf dem Papier, mit denen sich Caspar David Friedrich seinem Motiv annäherte. Auf diesem Blatt zeichnete er Stämme und Wurzeln von Buchen in verschiedenen Variationen. Er probte die Wirkung einzelner Striche und Schraffuren und arbeitete mit lasierenden Schichten von Wasserfarbe Licht- und Schatteneffekte heraus. Farbmuster am Rand zeigen, wie er verschiedene Mischungen aus warmen Grau- und…

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Was ist eine Votivgabe?
Der Begriff Votiv leitet sich vom lateinischen „votum“ ab, was für Gelübde, Versprechen; Wunsch oder Verlangen steht. Votivgaben von Gläubigen finden sich noch heute in Wallfahrtskirchen. In der Geschichte gehen sie auf kultische Opfergaben zurück. Im Mittelalter bezeugen sie den Schutz durch einen Heiligen. Votive wurden aus unterschiedlichen Materialien hergestellt, darunter Ton, Bronze, Eisen oder Holz, vor allem aber Wachs.
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Ein Jahrhundertfund
Der Goldhut entstand vor ungefähr 3000 Jahren, in der späten Bronzezeit. Er kam 1953 im Wald bei den Ortschaften Ezelsdorf und Buch beim Roden von Baumstümpfen ans Tageslicht, wurde dabei jedoch in viele kleine Einzelteile zerhackt. Nachdem der sensationelle Rang des Fundes vom Germanischen Nationalmuseum erkannt worden war, konnten die Fragmente einer aufwändigen Restaurierung im Römisch-Germanischen Zentralmuseum in Mainz zusammengefügt werden. Ursprünglich hatte der Hut wohl auch eine breite Krempe, von der jedoch nur ein klei……

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Schritt für Schritt
In der Barockzeit gehörte neben Fechten und Reiten auch der Tanz zur Bildung der gehobenen Schichten. Der Tanzlehrer bzw. Tanzmeister gab Takt und auch Ton auf der Geige an, um die korrekten Schrittfolgen und Bewegungen zu unterrichten. Wollte er die Hände frei haben, um beispielsweise die typischen grazilen Armbewegungen vorzuführen, konnte er die kleine Geige einfach in seine Rocktasche stecken. In Frankreich wurden diese Instrumente deshalb „Pochette“ genannt: Täschchen.

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Von der Rennbahn ins Kinderzimmer
Modern, ja fast futuristisch erscheint das Automobil-Spielzeug, das August Geigenberger 1903 entworfen hat (Entwurfszeichnung LGA9847/3). Es ist stromlinienförmig und auf einfache Formen und Farben reduziert. Dennoch entbehrt es nicht eines gewissen Humors, beispielsweise durch die überlangen Arme des Fahrers. Um 1900 waren Automobile noch kein alltäglicher Anblick, und viele Menschen standen ihnen skeptisch gegenüber. Seit 1895 gab es allerdings in Frankreich schon e……

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